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FAZ: Beschreibung eines Prozesses: Der Streit um Stroemfelds Kafka-Ausgabe

Die DFG hat „nein“ gesagt [mehr…]. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft wird die im Stroemfeld-Verlag seit zehn Jahren erscheinende, auf mittlerweile fünf Bände angewachsene, aber noch lange nicht abgeschlossene historisch-kritische Franz-Kafka-Ausgabe nicht fördern; es hätte sich um 70 000 Euro jährlich gehandelt, zwölf Jahre lang. Der Bescheid ging bei den Herausgebern Roland Reuß und Peter Staengle sowie dem Verleger KD Wolff kürzlich ein.

In einem Pressegespräch – berichtet die FAZ heute – wurde Reuß jetzt grundsätzlich: Ihm komme das so vor, dass die DFG bisher ein Projekt gefördert habe, welches herausgefunden habe, dass die Erde eine Scheibe sei, und nun nicht noch ein weiteres fördern wolle, welches herausfinde, dass die Erde eine Kugel sei.

„Es gibt in Deutschland Stiftungen, die nach freieren Kriterien fördern können als die DFG und die im besten Sinne bibliophilen Gründe einbeziehen dürfen, die Neugier auf die Fortsetzung der Stroemfeld-Ausgabe wecken“, erinnert FAZ-Autor Edo Reents.

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