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DREI FRAGEN AN Dr. Sven Fund über die Neuausrichtung bei Springer

Dass Dr. Sven Fund jetzt für beide Fachverlage Springer WienNew York und Birkhäuser geschäftsführend zuständig ist [mehr…], ist auch ein deutliches Zeichen nach außen. buchmarkt.de fragte Fund, wie die beiden Verlage organisatorisch neu ausgerichtet werden sollen.

Dr. Sven Fund

buchmarkt.de: Herr Dr. Fund, in Presseerklärung steht „Im Zuge einer organisatorischen Neuausrichtung…“ übernähmen Sie nun auch die Geschäftsführung von Springer WienNew York. Was soll wie neu ausgerichtet werden? In wie fern ist Ihre Person ein Zeichen dafür?
Dr. Sven Fund: Dass ich beide Positionen besetze, ist absolut ein Zeichen für eine Neuausrichtung. Aber es geht nicht so sehr um Personen, sondern um Themen. Wie viele kleine Verlage auch ist Springer WienNew York bisher vor allem nach Produkttypen ausgerichtet, also Zeitschriften und Bücher werden getrennt betreut. So werden zum Beispiel bei Springer WienNew York 45 Zeitschriften gemacht. Im Zuge des Zusammenwachsens der Medientypen, denken Sie an das Internet, können zukünftig gleiche Redakteure und Lektoren für Produkte in unterschiedlichen Medien zuständig sein. Außerdem werden wir die Zusammenarbeit mit Springer Science + Business Media weiter verstärken.

Welche Auswirkungen wird das auf das Programm haben?
Lektoren sollen aktiver akquirieren und mit Buchkonzepten auf Autoren zugehen und Autoren überzeugen, diese Themen mit Studenten zusammen umzusetzen. Wir wollen durch Qualitätsinhalte weiter wachsen.

Sie waren jetzt zweieinhalb Jahre bei Birkhäuser, welche Erfahrungen bringen Sie mit?
Birkhäuser hat in den letzten zehn Jahren eine gute Unternehmensstrategie gefahren, die sich auf Springer WienNew York anwenden lässt, aber auch umgekehrt lässt sich einiges von Springer WienNew York auf Birkhäuser übertragen. Birkhäuser hat gezeigt, dass wir zum Beispiel bei der Eingliederung von Lars Müller Publishers Synergien genutzt haben, aber der Verlag trotzdem sein eigenes Profil behalten hat. Dass wir uns zum Beispiel bei Birkhäuser auf bestimmte Bereiche konzentriert haben, hat für Kernbereiche Energien freigesetzt. Außerdem hat Birkhäuser viel Erfahrung gesammelt in der Internationalisierung seines Programms. Bei Springer WienNew York haben wir einen deutschsprachigen Anteil von 50 bis 60 Prozent, das ist eher unüblich in Wissenschaftsverlagen, das hängt allerdings auch mit den Themen zusammen, die eher für einen deutschsprachigen Buchmarkt gemacht sind. Es geht darum, beide Verlage strategisch weiterzuentwickeln.

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