

Wann schon schafft es ein kleiner Verlag, mit einem – auch noch aus einem exotischen Land stammenden – Autor das Feuilleton zu solchen Begeisterungsstürmen hinzureißen, dass für das Verschicken der Pressemappe Überporto bezahlt werden muss?
A1 hat es in diesem Jahr mit Kiran Nagarkar und seinem 700-Seiten-Roman „Gottes kleiner Krieger“ hingekriegt. Sigrid Löffler, Denis Scheck – alle Rezensenten haben sich überschlagen vor Begeisterung über den in Bombay beheimateten Autor und sein Buch über einen religiösen Fanatiker/Fundamentalisten.
Passend, dass der neue Roman rechtzeitig zum diesjährigen Buchmesse-Schwerpunkt Indien erschienen war. Oder auch nicht: denn rasend schnell war die erste Auflage dieses grandiosen Romans vergriffen. Auch die zweite hielt nicht lange, und nun, seit 23.Oktober, ist die dritte ans Sortiment ausgeliefert worden. Bisher sind knapp 16.000 Bücher verkauft, die nächsten 10.000 sind in Druck.
Indische Literatur ist bei A1 nicht etwa passend zum Schwerpunktthema der Messe ins Programm genommen worden, um mit einer Welle mitzuschwimmen. Von Nagarkar liegt bei A1 inzwischen der dritte Roman vor (alle übersetzt von Giovanni und Ditte Bandini: 2002 kam der (nur noch als List-Tb. lieferbare) Roman „Krishnas Schatten“, für den der Autor den Sahitya Award, die höchste Auszeichnung der indischen Literaturakademie, erhielt. 2004 legte A1 „Ravan & Eddie“ vor. Mehrere Titel erschienen bei A1 auch von Nagarkars Landsmann Dilip Chitre, der den Sahitya Award bereits zweimal erhalten hat.






