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Dr. Arnulf Conradi berät künftig die beiden neuen Suhrkamp-Anteilseigner Claus Grossner und Hans Barlach

Wie gerade bekannt wird, hat Claus Grossner, der gestern mit Hans Barlach die

Arnulf Conradi

Anteile der Volkart Holding am Suhrkam Verlag erworben hat [mehr…], Dr. Arnulf Conradi als Berater gewonnen.

Zu Beginn d. J. war Conradi, der sich im März 2005 aus dem Berlin Verlag zurückzogen und die Leitung an Elisabeth Ruge übergeben hatte, für einige Zeit als „Dean of Fellows“ zur American Academy gewechselt, um sich nun nach seinem kurzen Abstecher in die Politik – er beriet Gerhard Schröder in kulturellen Fragen – den deutsch-amerikanischen Beziehungen widmen. Dieses Amt hat er – wie die Academy jetzt mitteilt – nicht mehr inne.

Die Entscheidung, Dr. Arnulf Conradi jetzt hier einzubinden, ist ein glänzender Schachzug für die beiden neuen Teilhaber (sollte der Kauf denn gehmigt werden), Trotzdem wird im Umfeld weiter darüber gerätselt, was die beiden Käufer vorhaben. So gibt es kritische Stimmen, die glauben, dass es ihnen lediglich um ein positives Image-gehe, eine wirtschaftliche Entscheidung könne das nicht sein:

Barlach etwa ist in der Zeitschriften-Branche nicht unumstritten und es gibt Zweifler, ob die beiden dem Verlag wirklich bei einer evtl. Krise auch wirtschaftlich helfen könnten. DIE WELT etwa spekuliert wohl etwas verfrüht:“Zwei neue Geldgeber für den Suhrkamp-Verlag“ . Was nicht alle so sehen. Ein Verleger, der die beiden gut kennt: „Die Tragik liegt für mein Gefühl darin, dass Reinhardt sich Mäzenatentum leisten konnte und wollte, bei den beiden ist das so sicher nicht. Gesellschafter, die in Krisenzeiten nicht mitziehen wollen oder können, sind für jeden Verlag eine Katastrophe“.

Die beiden künftigen Gesellschafter sind in der Hamburger Kulturszene nicht unbekannt: Barlach machte immer wieder mit Medien-Beteiligungen auf sich aufmerksam und ist Mitherausgeber der Boulevardzeitung „Morgenpost“ und als Anteilseigner Miteigentümer der Berliner Zeitungsholding. Außerdem war er Besitzer der inzwischen verkauften Fernsehzeitschrift „TV Today“. Und sein Partner, der Investmentbanker und Autor Claus Grossner („Verfall der Philosophie“) beschäftigt sich intensiv mit Kunst und Kultur und unterstützt wissenschaftliche und ethische Projekte; zuletzt hat der 65-Jährige sich mit dem Unternehmer Michael Otto erfolgreich darum bemüht, den Weltzukunftsrat nach Hamburg zu holen.

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