Verlegerin Anja Heyne war aus München angereist um die Neuerscheinung mit

Geschichten und Rezepten aus dem wohl berühmtesten Kaffeehaus Berlins vorzustellen. „Sie alle bilden diese Berliner Melange, um die wir Sie beneiden“, sagte sie ans Publikum gewandt, bevor sie das Mikrofon an Gerald Uhlig-Romero, den Besitzer des Kaffeehauses und Herausgeber des Buches übergab.
Er selbst verdanke dem Café Einstein viele Begegnungen mit interessanten Menschen, so Uhlig-Romero. Wer war nicht schon alles hier: Jody Foster, Arthur Miller, Dennis Hopper, Kenzaburo Oe, Alan Greespan, Bill Clinton und Gore Vidal, um nur einige zu nennen. Das lindgrüne Buch ist voll von deren Fotos und Geschichten. Uhlig-Romero erzählt von seinen Begegnungen im Kaffeehaus und lässt auch seine Stammgäste selbst zu Wort kommen, darunter Frank Schirrmacher, Michel Friedmann, Maxim Biller, Durs Grünbein, Wolfgang Herles, Henry M. Broder und Gisela Stelly-Augstein.
Für Wim Wenders ist das Einstein „eine Art Erweiterung unseres Wohnzimmers“ und für Moritz Rinke „ein Provinz-Ort wie jeder angesagte Szene-Ort: ein Nest im Schoß der Großstadt, dampfend von wunderbarem Kaffee, Schlagzeilen, kleingroßem Hauptstadtklatsch und sagenhaftem Schnitzeldunst.“ Ach ja, die berühmtesten Rezepte aus der Einstein-Küche werden in der „Berliner Melange“ auch verraten – vom Kaiserschmarrn bis zum legendären Wiener Schnitzel.