Der im Irak gebürtige Schriftsteller Najem Wali hat in der Neuen Zürcher Zeitung die Hinrichtung von Saddam Hussein kritisiert.
Der Schriftsteller forderte, der Prozess hätte dazu genutzt werden sollen, mit der Kultur des Mordens abzurechnen. Wörtlich: „Damit ersteht eine Kultur wieder, mit der man eigentlich endgültig abschliessen wollte: Die Kultur des Mordens um der Blutrache willen, Auge um Auge, Zahn um Zahn, wie es schon der Codex Hammurabi vor mehr als 5000 Jahren festschrieb. Mit diesem Prozess wurde die einmalige Chance zur Versöhnung aller Iraker untereinander verspielt.“
Der irakische Autor, dessen Roman „Die Reise nach Tell al-Lahm“ im Hanser-Verlag (München 2004) erschien, macht sich lesenswerte Gedanken zur aktuellen Lage, die auch inzwischen im elektronischen Blätterwald breit zitiert wird.







