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Wird zuviel Büchergeld kassiert?

Das Büchergeld hat sich nach Stichproben der Ökologisch-Demokratischen Partei ÖDP zur lukrativen Einnahmequelle für die Kommunen entwickelt, meldet die WELT. Die von den Eltern kassierten Gebühren übersteigen demnach die tatsächlichen Ausgaben für neue Schulbücher bei weitem, Das kritisierte der ÖDP-Landesvorsitzende Bernhard Suttner: „Es wird viel zu viel kassiert.“

Nach Schätzung der ÖDP horten die Kommunen etwa vier Millionen Euro auf ihren Konten – etwa zehn Prozent der Gesamteinnahmen. Auch die SPD und die Grünen verlangten erneut die Wiedereinführung der vollen Lernmittelfreiheit.

Die Gebühr beträgt zurzeit 20 Euro für Grundschüler und 40 Euro für ältere Schulkinder. So zahlten demnach die Eltern in München beispielsweise im vergangenen Schuljahr 3,1 Millionen Euro, die Stadtverwaltung erwirtschaftete einen Überschuss von mehr als zehn Prozent in Höhe von 330.000 Euro. Die Kommunen parkten das Geld auf Verwahrkonten, sagte Suttner. „Ein zinsloser Zwangskredit der Eltern an die Kommunen.“

Der Bayerische Elternverband verlangte, entweder das Büchergeld zu senken oder die Einnahmen für Lektüre, Kopien und Arbeitshefte zur Verfügung zu stellen. „Es ist Unsinn, wenn die Schulen das übrige Büchergeld auf die hohe Kante legen“, so die Vorsitzende Isabell Zacharias.

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