Danach werden auf kjl-online keine neuen Inhalte wie Rezensionen oder Berichte mehr eingepflegt. Allerdings wird dann der bislang kostenpflichtige Zugang frei geschaltet, so dass www.kjl-online.de mit seinen bislang rund 1.600 Rezensionen Nutzern weiterhin als Datenbank für Recherchen zur Verfügung steht.
Erklärtes Ziel des im Jahr 2002 gegründeten unabhängigen Internetportals war es, einem interessierten Publikum aktuelle Informationen rund um die Kinder- und Jugendliteratur – zeitnah zum Erscheinen von Büchern und mit tagesaktuellen Nachrichten – zu bieten. Das Medium Internet sollte dabei nicht nur einen schnellen Zugriff erlauben, sondern auch für eine Vernetzung der registrierten Autoren, Rezensenten oder Illustratoren untereinander sorgen.
Um die Kosten für die Bereitstellung von Informationen und die laufende Pflege des Portals zu decken, war die Nutzung kostenpflichtig. „Leider wurde aber das Konzept, qualifizierte Inhalte für Geld anzubieten, nicht in dem Maße angenommen, dass sich kjl-online langfristig tragen konnte“, bedauert Portal-Betreiberin Katja Theiß. „Wahrscheinlich liegt das an der noch immer gängigen Auffassung, dass hochwertige Inhalte im Netz nichts kosten dürfen und daran, dass viele Menschen sich nicht so einfach auf ein Internetportal einlassen möchten“, vermutet Theiß.
Heike Byn