Bereits gestern gab Reed Elsevier bekannt, dass ein höherer Nettogewinn für das Geschäftsjahr 2006 zu erwarten ist. Er stieg demnach auf 623 Mio. Britische Pfund (GBP), was einer Zunahme um 34,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (462 Mio. GBP) entspricht. Analysten waren zuvor von einem Gewinn von 582 Mio. GBP ausgegangen. Der Umsatz wuchs im Berichtszeitraum um 4,5 Prozent auf 5,4 Mrd. GBP.
Einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD zur Folge verkauft Reed Elsevier offenbar seine Schulbuchsparte. Zum Verkauf steht offenbar die Tochter Harcourt Education, für die Analysten einen Erlös von 3,8 Mrd. Euro erwarten.
Mitbewerber wie Wolters Kluwer und Thomson überlegen seit langem, aus diesem Geschäft auszusteigen [mehr…]. Für die Sparte bei Wolters Kluwer wird eine Erlössumme von 700 Mio. euro erwartet, für die Tochter Thomson Learning 5 Mrd. $. Der neue Stern am englischen Schulbuchmarkt scheint der Verlag Pearson zu werden, der das Geschäft deutlich ausbaut.
„Das Bildungsgeschäft unterscheidet sich immer stärker von unseren Sparten“, begründet Vorstandschef Crispin Davis den Verkauf. Der Gewinn von Harcourt sei laut jüngstem Geschäftsbericht erneut um 20 Prozent gesunken, so die FTD.