Home > News > Im März auf Platz 1: Peter Handke

Im März auf Platz 1: Peter Handke

1. (-) 125 Punkte

PETER HANDKE: Kali
Eine Vorwintergeschichte
Suhrkamp Verlag, 160 Seiten, 16,80 EUR
mittelschwere Lektüre

‚Wir sehen Peter Handke in seiner ganzen Fähigkeit zur sentimentalen Aufladung ontologischer Kindlichkeitsutopien samt ihren christlichen Erlösungsszenerien. Und wir sehen Peter Handkes grandioses ästhetisches Temperament, dessen Experimente den schlichten Wahrheitsanspruch solcher Erlösung, gleichsam aus den Kulissen der Erzählung heraus, infrage stellen.‘ (Ursula März)

2. (-) 90 Punkte

WILHELM GENAZINO: Mittelmäßiges Heimweh
Roman. Carl Hanser Verlag, 192 Seiten, 17,90 EUR
leichtere Lektüre

‚Der letzte Satz, den der Existenzialhumorist Genazino seinem Helden in den Mund legt, lautet: ‚Ich bin beschädigt, ich habe Zeit.‘ Spätestens da ist der Humor tief schwarz geworden. Wunderbar! Wer so vom mittelmäßigen Unglück erzählen kann, der muss von Besserungsaussichten verschont bleiben.‘ (Eberhard Falcke)

3. (-) 72 Punkte

ANNA MITGUTSCH: Zwei Leben und ein Tag
Roman. Luchterhand Literaturverlag, 352 Seiten, 19,95 EUR

Nach einem heimatlosen Leben in Amerika, Asien und Osteuropa trennen sich Edith und Leonard. Gabriel, der erwachsene Sohn, wohnt bei der Mutter. Was bleibt, sind die Briefe der Mutter an ihren Ex-Mann: Versuche zu verstehen, was den Sohn zum Außenseiter machte, woran die Beziehung letztlich zerbrach.

4. (-) 62 Punkte

INGO SCHULZE: Handy
Dreizehn Geschichten in alter Manier
Erzählungen. Berlin Verlag, 280 Seiten, 19,90 EUR
leichtere Lektüre

Ein Ferienbungalow in der Nähe Berlins, nächtliche Randalierer, ein etwas wehrhafter Nachbar, Mailboxansagen wie aus dem tiefsten Weltraum – und alles per Handy verbunden. Wer sich ins Netz begibt, kommt nicht mehr raus.

5. (-) 37 Punkte

SILKE SCHEUERMANN: Die Stunde zwischen Hund und Wolf
Roman. Verlag Schöffling & Co., 124 Seiten, 17,90 EUR
mittelschwere Lektüre

Zwei Schwestern, die sich nach Jahren wiedersehen. Die Schöne, Begehrte, die ewig Helfende. Die eine will das nicht länger sein, die andere ist längst auf dem Weg in den Abgrund des Alkoholismus.

6. (-) 31 Punkte

WOLFGANG SCHLÜTER: Anmut und Gnade
Roman. Eichborn Verlag, 359 Seiten, 30,00 EUR
mittelschwere Lektüre

Paris im Jahre 2003. Krieg in den Vorstädten. Zur gleichen Zeit probt ein Orchester eine Oper von Jean-Philippe Rameau. Aber was heute einen friedlichen Kontrapunkt zu den Unruhen setzt, war bei der Entstehung äußerst umkämpft. Ein Symbol im Streit um die Zukunft der Oper.

7.-8. (-) 30 Punkte

WILLIAM BOYD: Ruhelos
Roman. Aus dem Englischen von Chris Hirte.
Berlin Verlag, 368 Seiten, 22,00 EUR
mittelschwere Lektüre

‚Traue niemandem‘. Das ist die wichtigste Regel für einen Spion. Eva Delektorskaja floh aus Russland vor der Revolution. 1939 rekrutiert sie der britische Geheimdienst. 1976 erzählt sie der Tochter von ihrem ruhelosen Leben.

7.-8. (-) 30 Punkte

RICHARD YATES: Easter Parade
Roman. Aus dem Amerikanischen von Anette Grube.
DVA, 304 Seiten, 19,95 EUR
leichtere Lektüre

‚Keine der Grimes-Schwestern sollte im Leben glücklich werden, und rückblickend schien es stets, daß die Probleme mit der Scheidung ihrer Eltern begonnen hatten. Das war 1930, als Sarah neun Jahre alt war und Emily fünf.‘ , so lauten die ersten beiden unmissverständlichen Sätze.

9.-10. (-) 28 Punkte

WOLFGANG HERRNDORF: Diesseits des Van-Allen-Gürtels
Eichborn Verlag, 188 Seiten, 17,90 EUR
mittelschwere Lektüre

Wahre Helden unserer Zeit: der eine verliert die Lust auf die Party seiner Freundin, sitzt mit einem Nachbarjungen auf dem Balkon, trinkt, raucht und redet über die Krise angeblicher Sensationen. Nichts Besonderes passiert. Alles geschieht.

9.-10. (-) 28 Punkte

ER PETTERSON: Im Kielwasser
Roman. Aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger.
Carl Hanser Verlag, 190 Seiten, 19,90 EUR
mittelschwere Lektüre

Damals, 1990, sterben der Vater, die Mutter und die zwei jüngeren Brüder beim Brand auf einer Fähre. Ein Tod ohne Abschied. Seitdem verwahrlost Arvid, der Zweitälteste. Die Toten kehren in den Alpträumen wieder. Aber für das Versäumte gibt es keine gemeinsame Sprache.

Persönliche Empfehlung im März von Rainer Schmitz (München)

THOMAS LANG: Unter Paaren
Roman. C.H. Beck Verlag, 208 Seiten, 17,90 EUR

‚Thomas Lang erzählt von der Liebesmelange der beiden Pärchen Rafa und Per sowie Inita und Pascal. Wer hat was mit wem? Jeder glaubt, bestens über die anderen Bescheid zu wissen. Dem Bachmann- Preisträger des Jahres 2006 ist ein virtuoses und atmosphärisch dichtes Kammerspiel unausgesprochener Verdächtigungen und feinst nuancierter Spannungen gelungen.‘ (Rainer Schmitz)

Literatur im Fernsehen:

‚Literatur im Foyer‘ mit Thea Dorn
Freitag, 9. März 2007 um Mitternacht im SWR Fernsehen
Sonntag, 11. März 2007 um 13.30 Uhr in 3sat
Gäste: Doris Dörrie, Hartmut von Hentig, Silke Scheuermann

‚Literatur im Foyer – extra‘ mit Thea Dorn
Montag, 19. März 2007 um 23.20 Uhr in 3sat
Donnerstag, 22. März 2007 um 22.55 Uhr im SWR Fernsehen
Martin Walser zum 80. Geburtstag

‚Literatur im Foyer‘ mit Thea Dorn
Freitag, 23. März 2007 um Mitternacht im SWR Fernsehen
Sonntag, 25. März 2007 um 13.30 Uhr in 3sat
Von der Buchmesse in Leipzig: Wilhelm Genazino,
Christina von Braun, Robert Ide und Sascha Lange,
poetry-slam mit ‚The Boyz with tha Girlz in tha Back‘ u.a.

Literatur im Foyer mit Martin Lüdke
Freitag, 2. März 2007 um Mitternacht im SWR Fernsehen
Sonntag, 4. März 2007 um 13.30 Uhr in 3sat
Gäste: Ingo Schulze, Wolfgang Herrndorf, Verena Auffermann,
Ijoma Mangold, Richard Kämmerlings

Die ‚Bestenliste‘ im Hörfunk:

‚SWR2 Literatur‘
Dienstag, 6. März um 20.03 Uhr
mit Verena Auffermann, Kirsten Voigt, Hubert Winkels und Helmut Böttiger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert