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Peter-Huchel-Preis 2007 für Oswald Egger

Der mit 10.000 Euro dotierte Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik geht in diesem Jahr an Oswald Egger. Nahezu einstimmig hat die siebenköpfige Jury den 43 jährigen, in Südtirol geborenen Autor für seinen im Keicher-Verlag Warmbronn erschienenen Band „Tag und Nacht sind zwei Jahre. Kalendergedichte“ ausgezeichnet. Sie würdigte das Werk als „herausragende Neuerscheinung des Jahres 2006″.

Das Werk Eggers, so die Jury in ihrer Begründung, zeichne sich aus durch einzigartige sprachschöpferische Kraft. Der preisgekrönte Band sei eine magische Sprachwanderung durch vegetative Welten. Durch unablässiges Flechten an den Sprach- und Naturstoffen entstünden vielschichtige, flimmernde, poetisch interferierende Texte.

Die „Kalendergedichte“ schreiben fort, was seit seinem 1993 veröffentlichten Debütband „Die Erde der Rede“ Antriebsenergie der Eggerschen Poesie gewesen sei: in stetiger Wortneuschöpfung und strenger Reflexion herauszufinden „was Sprache ist“.
Der 1963 in Tscherms geborene Oswald Egger ist nach Ernst Jandl (1990) der zweite österreichische Peter-Huchel-Preisträger. Er wurde mit mehreren Literaturpreisen, darunter dem Lyrikpreis Meran (2002) und dem Christian Wagner Preis (2006) ausgezeichnet. Er lebt derzeit in der Raketenstation Hombroich bei Neuss.

Die Auszeichnung wird am 3. April 2007, dem Geburtstag des Namensgebers, in Staufen im Breisgau verliehen.

Der vom Land Baden-Württemberg und dem Südwestrundfunk gestiftete Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik wird seit 1983 für ein herausragendes Werk des vergangenen Jahres verliehen. Er soll die literarische Arbeit deutschsprachiger Lyrikerinnen und Lyriker würdigen. Zugleich will er das Interesse der Öffentlichkeit auf die von den Medien oftmals marginalisierte lyrische Gattung lenken. Der Preis erinnert an den Namensgeber Peter Huchel (geboren am 3.4.1903 in Groß-Lichterfelde bei Berlin – gestorben am 30.4.1981 in Staufen im Breisgau), den bedeutenden Lyriker und Chefredakteur von „Sinn und Form“. Zu den Preisträgern gehörten zuletzt: Wolfgang Hilbig, Rolf Haufs, Hans Thill und Uljana Wolf.

Informationen unter: http://www.swr.de

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