„Buchpreisbindung ja, überhöhte Preise nein“, unter diesem Motto teilt die Buchhandlung KLIO in Zürich mit, dass sie nun ebenfalls die Buchpreise absenken will, nachdem die Preisbindung in der Schweiz vom Bundesverfassungsbericht für verfassungswidrig erklärt worden war.
Einer Pressemitteilung zur Folge willl die wissenschaftliche Buchhandlung morgen, Dienstag, den 14. März 2007, mit der Preisabsenkung bei Büchern aus ihrem Sortiment in Richtung EU-Niveau beginnen. Zum Hintergrund: Preise deutscher Bücher werden bislang in der Schweiz künstlich überhöht und auf das Schweizer Preisniveau gebacht. Um den Überhöhungsfaktor hat sich seit einigen Jahren eine Diskussion entzündet.
Der Bundesgerichtsentscheid gegen die Buchpreisbindung ermöglicht es der Buchhandlung, ihre seit Jahren vertretene Forderung zu realisieren: Abschaffung überhöhter Buchpreise, aber Respektierung der Preise, die ein Verlag zur Erhaltung der kulturellen Vielfalt in seinem Land als notwendig erachtet.
KLIO rechnet den vom ausländischen Verlag festgelegten Europreis zu einem längerfristigen Durchschnittskurs um. Dies gilt ab Dienstag für alle Bücher unseres Sortiments mit aufgedrucktem Europreis. Sollte der Bundesrat das Ausnahmegesuch des Schweizer Buchhändler- und Verlegerverbandes (SBVV) ablehnen, werden die Preise für weitere Titel des KLIO Sortiments angepasst.
Bei Büchern von Schweizer Verlagen hält sich KLIO, ihrer Zielsetzung entsprechend, weiterhin an die Preisempfehlung der Verlage.
Die Buchhandlung stellt klar: „KLIO ist gezwungen, die angekündigten Preisabsenkungen zurückzunehmen, wenn der Bundesrat sich für eine Ausnahmeregelung auf der Grundlage von Art. 8 Kartellgesetz entscheidet.“
Eine Initiative im Bundesrat ermöglicht derzeit noch die Aufrechterhaltung des derzeitigen Status quo, so dass die Preisbindung zur Zeit noch besteht. Erste Buchhandlungen haben aber bereits die angekündigt, die Preise zu senken.







