Jugendliche als Literaturkritiker: Schülervertreter aus 15 Bundesländern haben sich am Freitag bereits zum dritten Mal in Leipzig zur Bundesjury zusammengefunden, um den Preisträger des Prix des lycéens allemands des Jahres 2007 zu bestimmen. Ihre Wahl fiel auf „Maestro“ von Xavier-Laurent Petit, der 2005 im Verlag l´école des loisirs erschienen ist. Der Roman führt in die Welt der Straßenkinder in Lateinamerika. „Der Autor zeigt die ungeschminkte Realität, die den Lesern in Europa eine andere, berührende Welt eröffnet. Eine Welt voll von Überlebenskämpfen im Alltag, aber auch reich an Freundschaften.“, heißt es in der Begründung der Jury.
Xavier-Laurent Petit kann sich nicht nur über den Preis freuen, sondern auch über die Übersetzung seines Buches ins Deutsche. Wie in jedem Jahr fördert der Ernst Klett Verlag die Übersetzung mit 5000 Euro. Ein deutscher Verlag steht bisher nicht fest. Noch druckfrisch ist die deutsche Ausgabe des Vorjahressiegers. „Simpel“ von Marie-Aude Murail erschien – übersetzt von Tobias Scheffel – bei Fischer Schatzinsel.
Nominiert für das Jahr 2007 waren außerdem „Créature contre créateur“ von Sarah K. (Nathan), „Felicidad” von Jean Molla (Gallimard jeunesse), „L’année de mes 15 ans” von Marie-Claude Bérot (Flammarion) und „Le roman de Noémie“ von Véronique M. Le Normand (Editions Thierry Magnier).
Seit drei Jahren organisiert die Kulturabteilung der französischen Botschaft in Berlin in Zusammenarbeit mit dem Klett Verlag und der Leipziger Buchmesse den Prix des lycéens allemands. Mit wachsendem Erfolg: Die Zahl der Teilnehmer stieg in diesem Jahr von 2700 Schülern im Schuljahr 2005/2006 auf 3500 Schüler im Schuljahr 2006/2007.
Informationen unter www.kultur-frankreich.de/prixdeslyceens