„Zukunftssicherung“ lautet das Thema des AKS-Treffens in Rostock. Wie der AKS dabei helfen kann, erläutern Anne Schneider, Vorsitzende des Arbeitskreises kleine Sortimente (AKS) und Christiane Schulz-Rother aus dem Sprecherkreis des AKS zum Anlass des 25-jährigen Bestehens.
buchmarkt.de: 25 Jahre gibt es jetzt den AKS: Warum ist er nach wie notwendig?

Anne Schneider: Er ist mehr denn je notwendig. Der AKS hat in seiner Geschichte einen beachtlichen Qualitätssprung hingelegt. Das zeigt sich auch daran, dass immer mehr aus der Branche an unserer Tagung teilnehmen wollen und wir nicht alle Anmeldungen – vor allem aus den anderen Sparten – berücksichtigen können.

Christiane Schulz-Rother: Vor allem die Vernetzung und der Austausch untereinander wird immer wichtiger. Das ist besonders in Zeiten, in denen es immer schwieriger wird, notwendig.
Die AUB hat sich gegründet, weil sie glaubt, dass die Stimme des Handels in der Branche nicht stark genug sei. Was muss getan werden, damit der Handel ein stärkeres Gewicht in der Branche bekommt?
Schneider: Das ist keine neue Herausforderung. Jede Stimme ist wichtig. Es geht nicht darum, immer mehr Vereinigungen zu gründen, sondern darum, dass wir am Ball bleiben und unsere Stimme erheben. Wir müssen unsere Kollegen, die zeitlich oft sehr angespannt sind, dazu zu motivieren, sich zu engagieren. Wir müssen erreichen, dass die Sortimenter sich in die Entscheidungsprozesse der Branche einbringen.
Schulz-Rother: Die AUB hat einen anderen Schwerpunkt, indem sie sich um die wirtschaftlichen Forderungen kümmert, die können wir nur unterstützen.
„Zukunftssicherung“ lautet das Motto der Tagung: Das klingt eher defensiv. Ist der Handel in der Defensive? Und wie kommt er wieder in die Offensive?
Schneider: Wir wollen mit der Tagung zeigen, dass es keinen Grund gibt, aufzugeben. Wer sich rührt und sich um die Zukunft Gedanken macht, hat eine Chance. Das wollen wir vermitteln. Wenn wir zielgerichtet arbeiten, dann haben wir eine Zukunft. Es geht hier auf der Tagung um Analysen und Zahlen. Denn zunächst geht es darum, zu ermitteln, wo die Buchhandlung steht. Dazu machen wir zum Beispiel einen Workshop zum Thema Kennzahlen im Buchhandel. Außerdem wollen wir uns mit dem Thema Kundenbefragung beschäftigen. Wer klare Analysen hat, der kann seine Zukunft gestalten. Offensiv heißt: Es geht darum, unsere Stärken zu finden.
Schulz-Rother: Es geht also auch um Benchmarking. Man muss den Mut haben und sich mit anderen vergleichen. Früher hat man anders gearbeitet, aber der Umsatz in der Kasse am Abend hat heute keine Aussage mehr. Da müssen wir uns ändern lernen. Anders geht es nicht.
Die Fragen stellte Matthias Koeffler.







