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Musikindustrie traf Angela Merkel: Kanzlerin soll Urheberrechtsfragen beim Thema Produktpiraterie auf G8-Gipfel ansprechen

Wie Musikmarkt-Online mitteilt, haben sich führende Vertreter der Musikindustrie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen. Mit dabei: Blanvalet-Autor Udo Jürgens (Der Mann mit dem Fagott).

„Zentrales Thema des Treffens waren die veränderten Rahmenbedingungen der Musikindustrie als eine der tragenden Säulen der Kreativwirtschaft. Konkret ging es um einen verbesserten Schutz der Rechte und Interessen von Künstlern und Tonträgerherstellern vor Internet-Piraterie und Raubkopien sowie die Frage der Schutzfristen“, do der Online-Dienst in seinem Passwort geschützten Bericht.

„Solange auf einen legal aus dem Internet geladenen Song 14 illegale kommen, kann sich der Musikverkauf im Netz nicht entwickeln. Das aktuelle Urheberrecht ist noch nicht in der digitalisierten und globalisierten Welt angekommen“, zitiert Musikmarkt-Online Michael Haentjes, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände und Mitglied des IFPI-Weltvorstandes.

Udo Jürgens ergänzt demnach aus künstlerischer Sicht: „Immer mehr Künstler müssen die bittere Erfahrung machen, dass ihre frühen Aufnahmen und ihr geistiges Eigentum ohne ihr Wissen, ihren Einfluss und ohne eine Entschädigung veröffentlicht und kommerziell ausgewertet werden.“ Die Künstler, davon 14.000 aus Deutschland, fordern deshalb eine Angleichung ihrer Schutzfristen von bisher 50 auf 95 Jahre wie in den USA.

Erst auf der Landestagung des Börsenvereins in Nordrhein-Westfalen hatte Stefan Könemann gesagt: „Frau Merkel beklagt sich öffentlich, wenn China Nike-Turnschuhe kopiert – aber Buchtexte sollen bald kostenlos den Bibliotheken zu Verfügung stehen…“ [mehr…]

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