Der Spiegel Verlag rüstet auf. Insbesondere ins Internet will er investieren. Und die Print-Ausgabe soll mit neuen Tochterblättern ausgebaut werden.
Das sagte der neue Geschäftsführer Mario Frank in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Massiv werde das Unternehmen in das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ und in das Internet investieren, sagte Frank. Es gehe dabei um siebenstellige Summen.
Der Markt für gedruckte Presseerzeugnisse schrumpfe, sagte Frank, der die Geschäfte der Hamburger Mediengruppe seit Januar führt, weiter. Dies zeige sich auch daran, dass das Internetangebot „Spiegel Online“ in diesem Jahr einen höheren Anzeigenumsatz verbuchen werde als die ebenfalls zum Verlag gehörende Zeitschrift „Manager Magazin“.
Die eigenen Internetangebote würden jetzt auch mit Bewegtbildern ausgebaut, dies sei „der nächste Trend“. Die Produktionen von „Spiegel TV“ will Frank in dieses neue Feld umlenken. Die Fernsehtochter des Spiegel-Verlags sei von dem drei Standbeinen Presse, Internet und Fernsehen dasjenige, „das am meisten kämpfen muss“. Spiegel-TV sei nur Produzent für Fernsehsender.
Dem Geschäftsführer zufolge wird auch daran gedacht, die Zeitschriftenmarke „Spiegel“ mit neuen Tochterblättern auszubauen. Noch fehle dafür aber „eine wirklich gute Idee“, räumte er ein. Auch arbeite man an einer Regionalisierung der Zeitschrift. Zum Beispiel könnte zu einem Anlass wie „Kulturhauptstadt Essen“ ein Sonderheft für dieses Zielgebiet erschienen, das dem „Spiegel“ dann beigelegt würde.







