Das internationale Medienunternehmen Bertelsmann hat seinen Wachstumskurs im ersten Quartal fortgesetzt. Bereinigt um Portfolio- und Wechselkurseffekte stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,7 Prozent auf 4,4 Mrd. €.
Nicht bereinigt ermäßigte sich der Umsatz dagegen leicht, da erstmals das veräußerte Musikverlagsgeschäft BMG Music Publishing nicht mehr einbezogen wurde. Zudem schlagen sich im ausgewiesenen Umsatz Wechselkurseffekte aufgrund des starken Euros im Verhältnis zum Dollar nieder.
Das Operating EBIT betrug im Berichtszeitraum 198 Mio. € (Vorjahr: 215 Mio. €). Bereinigt vor allem um den Wegfall von BMG Music Publishing lag es leicht über dem Rekordniveau des Vorjahreszeitraums von 194 Mio. €. Grund ist die weiterhin positive Entwicklung in wichtigen Kerngeschäften. Für das Gesamtjahr 2007 bestätigt Bertelsmann seine Prognose, bei Umsatz und operativem Ergebnis das Vorjahr zu übertreffen.
Im ersten Quartal kam es zu einmaligen Sondereinflüssen in Höhe von -114 Mio. € aufgrund bilanzieller Vorsorgemaßnahmen wegen in den USA anhängigen Gerichtsprozessen infolge der Finanzierung von Napster im Jahre 2000. Darunter fallen vor allem Aufwand und Rückstellungen für erzielte außergerichtliche Einigungen mit EMI und der Warner Music Group. Bertelsmann hat damit hinreichend Vorsorge getroffen, auch für mögliche weitere Vereinbarungen in der Zukunft.
Der Konzerngewinn ging im ersten Quartal auf -70 Mio. € (Vorjahr: 99 Mio. €) zurück. Bertelsmann-Finanzvorstand Thomas Rabe: „Wir sind insgesamt gut in das neue Jahr gestartet. Wir freuen uns, inzwischen mit den meisten Klägern und Anspruchstellern außergerichtliche Einigungen über Napster erreicht zu haben. Darüber hinaus werden wir dieses Jahr unsere finanziellen Ziele erreichen.“
Die wirtschaftlichen Finanzschulden sind zum 31. März 2007 auf 6,5 Mrd. € (31. Dezember 2006: 6,8 Mrd. €) gesunken. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 98.222 (31. Dezember 2006: 97.132) an.