Die Vergabekommission der Filmförderungsanstalt FFA hat für das Filmprojekt „Gerdas Schweigen“ (be.bra) eine Produktionsförderung bewilligt. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch des Berliner Journalisten Knut Elstermann, das bereits in zweiter Auflage vorliegt.
Im Mittelpunkt von Buch und Film steht das Schicksal von Gerda Schrage, die 60 Jahre lang über ihre Zeit im Konzentrationslager Auschwitz, den Verlust ihres neugeborenen Kindes und ihre abenteuerliche Flucht geschwiegen hat. Dieses Schweigen brach sie erst, als Knut Elstermann – der Enkel ihrer besten Freundin – sie in New York besuchte, sich Zeit nahm für lange Gespräche und durch eigene Recherchen in Deutschland, Polen, der Schweiz und in Israel das ergänzte, was Gerdas Erinnerung nicht mehr hergab. Entstanden ist nicht nur eine einfühlsame Reportage über das Schicksal einer mutigen Frau, sondern auch eine Auseinandersetzung mit dem oft vorgefertigten Geschichtsbild der Nachgeborenen.
Für den Film zum Buch konnte als Regisseurin und Drehbuch-Autorin die Berliner Dokumentarfilmerin Britta Wauer gewonnen werden, die u.a. bereits mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Realisiert wird das Projekt durch die Zeitsprung Entertainment Berlin (Produzent Volker Hahn), die u.a. bekannt ist durch den preisgekrönten Fernseh-Mehrteiler „Das Wunder von Lengede“.
Der Film „Gerdas Schweigen“ soll zur Berlinale 2008 in die Kinos kommen. Buch und Hörbuch sind erschienen im be.bra verlag. Ende November erscheint der Titel bei Aufbau Taschenbuch.