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Helmut Richter zu BAG und Kölner Modell: AKV und AKS wollen die BAG vom Hals haben

Nach Lorenz Borsche [mehr…] meldet sich nun auch Helmut Richter auf buchmarkt.de zum Thema BAG und „Kölner Modell“ zu Wort:

Die Sprecher beider Arbeitskreise haben ihren Mitgliedern am 21. 5. ohne Not empfohlen, für die Eingliederung der BAG in die Börsenvereinsholding (Kölner Modell) zu stimmen. [mehr…]:

Ihre Argumente dafür sind leicht zu entkräften:

AKV / AKS: 1. Die BAG hat ihre finanziellen Mittel verloren, die Holding und der Börsenverein schwimmen im Geld.

H. Richter: Ohne die Factoring erwirtschaftet die BAG mit den jetzigen – sehr niedrigen – Gebühren Gewinne.

Die durch die Fehler bei der Factoring entstandenen Verluste sollen durch die Genussscheine mehr als ausgeglichen werden.

Der Börsenverein schwimmt nicht im Geld, wie die Diskussion über Beitragserhöhungen zeigt. Falls die Holding schwimmt, tut sie das auf Kosten der Mitglieder an die sie ihre Leistungen verkauft.

AKV / AKS: 2. Die Unabhängigkeit der BAG scheint uns in ausreichendem Maße gesichert. Andere Vorstände haben schon zugestimmt.

H. Richter: Ja, die Holding ist von ihrem Eigentümer, dem Börsenverein und seinen Mitgliedern weitgehend unabhängig. Das wäre die BAG in der Holding auch.
Die juristische Konstruktion der Holding soll die Einflussnahme der Funktionäre des Börsenvereins und der Landesverbände auf das Tagesgeschäft unmöglich machen. Die Holding soll in Ruhe Gewinne machen und sie an den Börsenverein ausschütten.
Der Börsenvereinsvorstand kann glücklicherweise seine Meinung zu Einzelaktionen äußern. Er findet auch oft Gehör; z.B. als die MVB Bibliotheken das Börsenblatt unter dem Ladenpreis angeboten hat, oder jetzt mit der Kreditzusage der MVB an die BAG.
Wenn der Vorstand unseres Verbandes als Eigentümer aber etwas gegen den Widerstand der Holding erzwingen will, kann er nur den Aufsichtsrat der Holding auswechseln.

Ganz sicher ist eine 25% tige Beteiligung des BAG-Vereins im Kölner Modell keine Möglichkeit auf die Politik der BAG z.B. die Preisgestaltung Einfluss zu nehmen.
Der Hinweis auf die Zustimmung so vieler unserer Funktionäre zum Kölner Modell ist keine Begründung. Er hat mehr etwas von: sich selbst hinter Autoritäten verstecken wollen.

AKV / AKS: 3. Das Kölner Modell lässt genügend Spielraum, in der Zukunft faire Vertrags- und Beteiligungsverhältnisse auszuhandeln.

H. Richter: Im Kölner Modell ist nur die Rede von Beteiligungs- nicht von Stimmverhältnissen. Das einzige, was die neue Struktur der BAG in der Holding ahnen lässt, ist die Abschaffung des Aufsichtsrates der BAG GmbH, das war bisher der von der Mitgliederversammlung gewählte Vorstand des BAG-Vereins.

AKV / AKS: 4. Die Alternativmodelle erscheinen zu vage und unsicher. Über die Genossenschaftsbank ließe sich auch später noch reden und das Genußscheinmodell kann an mangelnder Beteiligung scheitern.

H. Richter: Falsch, über die Genossenschaftsbank ließe sich nur reden, wenn der BAG-Verein die BAG behält. Sonst können wir zwar viel, schön und geistreich darüber reden, aber auch ohne Wirkung.

Unsere Genussscheine mit dem Argument abzulehnen, sie erfordern „das geschlossene Engagement der Mitglieder“ ( des BAG-Vereins ) ist nichts als vorauseilende Verzagtheit der Sprecher, die den Mitgliedern, von denen sie gewählt wurden nichts zutrauen.

Wenn sie schon selbst nichts tun wollen, sollten sie wenigstens still abwarten, ob die Mitglieder nicht doch in der Lage sind die BAG als ihr eigenes Instrument zu sanieren. Der Versuch kann auch nur bei Gelingen das Kölner Modell gefährden.
Wenn sich bis Ende Juli herausstellt, das Geld kommt nicht zusammen, tritt doch ohnehin das Kölner Modell in Kraft.

Faxen Sie Ihre Interessensbekundung an den Genussscheinen! [mehr…]

Fax: 069 41 02 80

Helmut Richter

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