
Valeria Spirande, eine 12-jährige Schülerin, hat auf einer Pressekonferenz in Moskau ihren ersten Roman vorgestellt. Das Buch, erschienen im Eksmo-Verlag mit einer bereits vergriffenen Erstauflage von 20.000 Exemplaren, trägt den Titel „Agramont“ und schildert eine selbst erschaffene Fantasy-Welt. Rezensenten fühlen sich an Tolkiens „Kleinen Hobbit“ und „Die Chroniken von Narnja“ von C.S. Lewis’ erinnert und betonen zugleich die Originalität der Autorin.
Verfasst hat Valeria ihr Buch bereits im Alter von zehn Jahren. An eine Veröffentlichung des Romans, den sie ihrer Mutter zum Geburtstag geschenkt hatte, dachte sie zunächst nicht. Inzwischen hat sie bereits eine Fortsetzung von „Agramont“ in der Schublade, und der dritte Band ihrer Serie soll die Fantasy-Helden in die heutige Zeit entführen, und zwar nach Deutschland. Valeria, die Tochter eines russischen Diplomaten, ist in Bonn aufgewachsen und spricht sehr gut Deutsch.
Im Mittelpunkt von „Agramont“ steht der 12-jährige Junge Alin, der genau wie Peter Pan niemals älter wird. Zusammen mit seiner Freundin Salia, die unglücklich in ihn verliebt ist – und mit ein wenig Hilfe seiner persönlichen Fee – muss er Agramont vor dem Untergang retten. „So würde vielleicht Harry Potter seine Gefühle ausdrücken“, schrieb ein russischer Rezensent, „wenn er sich aus der Obhut von Tante Rowling befreien könnte.“