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Hamburg: HoCa präsentierte „Tod eines Dissidenten“ mit Marina Litwineko in der Heine-Villa

Über 60 Journalisten, sechs Kamerateams und zahlreiche Fotografen verfolgten die

HoCa Verleger Günter Berg, Marina Litwinenko und Alex Goldfarb (v.l.)

Pressekonferenz, mit der der Hoffmann und Campe Verlag am Freitag das politische Sachbuch „Tod eines Dissidenten. Warum Alexander Litwinenko sterben musste“ in der Heine Villa vorstellte.

Die Autoren, die am Vortag aus New York angereist und direkt ins Studio der Talksendung von Johannes B. Kerner gefahren waren, gaben an beiden Tagen mehr als 20 Interviews, unter anderem auch mit dem „Spiegel“.

Zum Inhalt: Anfang November 2006 ließ sich der russische Dissident Alexander Litwinenko, der früher in den Diensten des KGB und der Nachfolgeorganisation FSB gestanden hatte, mit Vergiftungserscheinungen in ein Londoner Krankenhaus einweisen.

In einer Sushi-Bar sei vermutlich ein Anschlag auf ihn verübt worden. Als sich sein Zustand in den folgenden Tagen rapide verschlechterte, nahm die Geschichte eine ernste Wendung. Die Mediziner, die zuerst davon ausgegangen waren, dass Thallium für den körperlichen Verfall des Patienten verantwortlich war, fanden erst wenige Stunden vor seinem Tod am 23. November 2006 Spuren der radioaktiven Substanz Polonium-210 in seinem Körper. Eine Rettung gab es nicht.

Wenige Tage vor seinem Tod diktierte Litwinenko seinem Freund Alex Goldfarb einen Abschiedsbrief, in dem er seinen Ärzten und der Britischen Regierung dankte und erklärte, dass der Kreml an seinem Tod verantwortlich sein würde: „Sie (Putin) werden es vielleicht schaffen, mich zum Schweigen zu bringen, aber dieses Schweigen hat seinen Preis“.

Die Witwe Marina Litwinenko und sein langjähriger Freund Alex Goldfarb beschreiben in ihrem Buch Tod eines Dissidenten den Lebensweg eines mutigen Menschen, sie erläutern die komplexe und weit in die Sowjetunion zurückreichende Vorgeschichte und die politischen Hintergründe des Mordes.

Der Bericht von Marina Litwinenko und Alex Goldfarb macht deutlich, dass die Intrige gegen Litwinenko die Spitze eines Eisbergs ist: „Niemand entkommt dem russischen Geheimdienst“, sagte Marina Litwinenko in einem Interview.

HoCa Verleger Günter Berg, Marina Litwinenko und Alex Goldfarb (v.l.)

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