In Zürich versammelte sich ein Großteil der 80 Mitgliedsbuchhandlungen der Schweizer Vereinigung Kleiner Buchhandlungen (VUKB) um über die Zukunft des Einkaufes zu beraten. Ein Monat nach der Buchpreisbindungsaufhebung durch den Bundesratentscheid unterbieten sich die Großbuchhandlungen mit Dumpingpreisen bei Bestsellern, umwerben die öffentlichen Bibliotheken und Bildungseinrichtungen mit lukrativen Rabattangeboten. Diese Entwicklung bewog den VUKB eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen. Im Vorfeld wurden mit Lieferanten Gespräche geführt.
Der Vorschlag des Vorstands, den Einkauf zu koordinieren und zu kanalisieren, um Einkaufsmargen zu generieren, wurde zur Generalversammlung angenommen. Der Grundsatzentscheid, einen Haus- oder Hauptlieferanten zu finden, ist dabei ein wichtiger Schritt. Noch aber steht nicht fest, wer dieser Lieferant sein soll.
Auf Initiative von Urs Heinz Aerni wurde der Verein der unabhängigen Kleinbuchhandlungen der Schweiz (VUKB) im Jahre 2005 in Zürich gegründet. Damals waren 35 Buchhandlungen dabei, heute sind es 80. Während der Branchenverband der Arbeitgeber, Schweizer Buchhändler- und Verlegerverband (SBVV) u.a. zuständig für die Aus- und Weiterbildung und die Gesamtarbeitsverträge ist, funktioniert der VUKB als Interessensgesellschaft der angeschlossenen Buchhandlungen im Bereich Einkauf, Marketing, Vernetzung und Kulturveranstalter. Der VUKB kooperiert mit dem SBVV beispielsweise für Tagungen oder Erfahrungsaustausch.