
Das ist ein Thema, das am Rande der Buchhändlertage fast untergegangen wäre: Die Auslistung von Cornelsen-Schulbüchern durch KNV. Der Landesverband SaSaThü hat mit einem Offenen Brief gegen diese Maßnahme protestiert [mehr…] – jetzt hat buchmarkt.de KNV-Einkaufsleiter Rudolf Sommer befragt.
buchmarkt.de: Wie kam es zu der Entscheidung einige Schulbücher aus dem Cornelsen Verlag auszulisten?
Rudolf Sommer: Es ist allgemein bekannt, dass die Konditionen, die die Schulbuchverlage dem Einzelhandel und dem Großhandel gewähren für den Aufwand, der mit dem Schulbuchgeschäft verbunden ist, sehr knapp bemessen sind. Hinzu kommt beim Cornelsen Verlag ein deutlich erhöhter Aufwand des Handels durch die logistischen Probleme der Auslieferung des Verlages in den vergangenen Jahren. Wir haben über Jahre hinweg, leider erfolglos, Gespräche mit dem Cornelsen Verlag geführt. Es wurde nun ein Punkt erreicht, wo wir tatsächlich mit einer partiellen Auslistung seiner unwirtschaftlichen Titel reagieren mussten. Dass das unter Serviceaspekten zu erhöhtem Aufwand bei unseren Kunden führt, ist uns klar. Aber unter wirtschaftlichen Aspekten ist unser Vorgehen sicher nachvollziehbar.
Wie viele Titel sind davon betroffen?
Aufgrund der ungenügenden Ergebnissituation nehmen wir nicht rentable Titel raus. Es sind nur Schulbücher betroffen. Wir entscheiden von Fall zu Fall. Am Ende werden es ca. 3.000 – 4.000 Titel von Cornelsen und Volk + Wissen sein.
Stehen Sie noch in Verhandlungen mit Cornelsen? Ist eine Einigung zum anlaufenden Schulbuchgeschäft in Sicht?
Derzeit sehen wir keine kurzfristige Einigung, aber wir sind selbstverständlich jederzeit bereit, mit dem Verlag zu sinnvollen Lösungen zu kommen.






