
Art Spiegelman verglich ihn mit Franz Kafka, das US-Magazin „Wired“ bezeichnete ihn als „einen von Hollywoods begehrtesten Autoren“ und das, obwohl er den Start des ersten Films „Blade Runner“, der auf einem seiner Bücher basierte, nicht mehr miterlebte. Philip K. Dicks Tod jährt sich dieses Jahr zum 25. Mal.
Pünktlich dazu erhielt der Science-Fiction Autor die womöglich größte Ehre, die ein US-Schriftsteller sich erhoffen kann: Seine vier wichtigsten Werke wurden in die „Library of America“ aufgenommen, die bemerkenswerte Sammlung der besten und bedeutendsten Veröffentlichungen amerikanischer Autoren. „Ubik“, „Die Stigmata des Palmer Eldrich“, „Das Orakel vom Berge“ und „Blade Runner“ erschienen nun unter dem Titel „Four Novels of the 1960s“. Ausgewählt und kommentiert wurden die Titel von Jonathan Lethem, dem Dick selbst als Vorbild galt.
Dick, Jahrgang 1928, schrieb über 40 Romane und etwa 120 Kurzgeschichten, die ihm zu Lebzeiten zwar einen Kultstatus, nie aber Reichtum und Ruhm bescherten.
Mit seiner Aufnahme in die Library of America, wo er neben so bedeutenden Autoren wie William Faulkner, Mark Twain, Edgar Allan Poe oder Philip Roth steht, wird seine Arbeit posthum adäquat gewürdigt.
Auf deutsch sind die Romane in der Werk-Edition bei Heyne erschienen.