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Bildung soll neues Geschäftsfeld werden: Bertelsmann bemüht sich weiter um Übernahme von Springer Science + Business Media

Das meldet das Manager Magazin: Bertelsmann habe seine Bemühungen um eine Übernahme des Wissenschaftsverlags Springer Science + Business Media SSBM verstärkt.

Bertelsmann will seinen Anteil an seiner wichtigsten Konzernsparte von 92,3 auf 75 Prozent senken und verspricht sich davon eine Einnahme von rund zwei Milliarden Euro. Laut MM soll der Erlös aus dem zu erwarteten Teilrückzug aus der RTL Group zu einem nicht kleinen Teil in das neue Geschäftsfeld Bildung investiert werden.

Bertelsmann habe sich angeblich der Beihilfe dreier Finanzinvestoren versichert. Man strebe, heisst es, ein ähnliches Beteiligungsmodell an wie bei dem Musikrechteverlag BMG Rights Management, den Bertelsmann gemeinsam mit dem US-Investor KKR betreibt, der zur Zeit 51 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen hält. Auch bei SSBM wolle Bertelsmann-Chef Thomas Rabe (47) nicht den Alleinbesitz. Wie es in Gütersloh heisst, reichten ihm 70 Prozent durchaus. Hauptsache, das Neugeschäft lasse sich voll konsolidieren.

SSBM befand sich zwischen 1999 und 2003 bereits einmal im Besitz von Bertelsmann, firmierte unter dem Namen Bertelsmann-Springer, musste aber aufgrund von Geldnot verkauft werden. Später wurde die Fachverlagsgruppe von seinen Private-Equity-Eignern mit dem niederländischen Wissenschaftsverlag Kluwer Academic Publishers zusammengelegt. Das Unternehmen setzt rund 900 Millionen Euro um und ist mit einer EBITDA-Rendite von rund 35 Prozent ausgesprochen profitabel – allerdings mit zwei Milliarden Euro auch hochverschuldet.
Verlagsgeschäft soll verkleinert werden.

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