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Tag DREI im Dschungel für Herbert Ullmann

Vor dem Angriff war die Welt noch in Ordnung:
Erst ein bisschen spielen, …

Wenn erwachsene männliche Affen nach mehrjähriger Betreuung und Pflege wieder ausgewildert werden sollen, bedarf es eines viele Hektar großen Stückes Land, weil mehrere Affen-Männchen sich gegenseitig ihr Revier streitig machen würden.

So eine Revierstreitigkeit bekam auch Herbert Ullmann am 3. Tag seiner Reise zu spüren. Die Situation war schon bedrohlich, als ein großer und sehr kräfiger männlicher Orangutan von hinten auf Herbert Ullmann losging. Er wollte ihm in den Nacken beißen und Dr. Smits konnte den Affen gerade noch zurückhalten. Smits schrie, und Ullmann lief ein paar Schritte weg. Aber das war zu wenig. Erst als Herbert Ullmann in den Fluß gelaufen war, gab der Orangutan Ruhe. Was war passiert?

… doch nach dem Füttern mit der Ananas griff das Männchen an

Dem Affenboss einer kleinen Insel passte es nicht, dass Herbert Ullmann in dessen Revier eingedrungen war und seine „Frau“ Laura mit Ananas fütterte (s. Foto). Fotos von dem Angriff gibt es nicht, weil die Situation einfach zu bedrohlich war und alle Anwesenden damit beschäftigt waren, den Affen in Schach zu halten. Ausgewachsene Orangutan-Männchen sind übrigens sieben Mal stärker als ein Mensch.

BOS, die Organisation von Dr. Smits www.bos-deutschland.de, plant gerade den Ankauf einer 280 Hektar großen Insel in Central Kalimantan. Dafür müssten 400.000 Euro aufgebracht werden. Dr. Smits: „Wir sind ständig auf Spenden angewiesen und hoffen, auch durch das Buch „Die Denker des Dschungels“, in Deutschland bekannter zu werden. Aber es ist schwierig, den Menschen zu vermitteln, welch unendliches Leid den Orangutans hier angetan wird.“

Herbert Ullmann (l) und dann Willie Smits auf dem Hochstand:
Wo heute Wald ist, war früher verbrannte Steppe

Dr. Smits und sein Team helfen in Borneo aber nicht nur kranken oder verwaisten Orangutans, sondern sie unternehmen auch enorme Anstrengungen, um ein ehemals abgebranntes Regenwaldgebiet wieder aufzuforsten. Dabei kommt es Smits zugute, dass er sowohl Mikrobiologe als auch promovierter Forstwissenschaftler ist. Das gesamte Gebiet, das hinter und um Ullmann und Smits liegt, als sie auf dem Hochstand stehen (s. Foto), war vor einigen Jahren noch verbrannte Steppe. „Hier im Urwald“, so Herbert Ullmann, „wird einem sehr deutlich vor Augen geführt, dass die Rettung des Regenwaldes und die Rettung der Orangutans ein und dasselbe Thema sind.“

Morgen, am letzten Tag, der Dschungelreise geht es zur Orangutan-Eingliederungsstation Wanariset.

Hier zum nachlesen
Tag 1 der Reise von Ullmann, [mehr…]
Tag 2 der Reise von Ullmann, [mehr…]

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