Für sein literarisches Gesamtwerk erhält der in Köln lebende Schriftsteller Dieter Wellershoff den Großen Kulturpreis 2007 der Sparkassen- Kulturstiftung Rheinland.
Die Stiftung würdigt mit der seit fast 20 Jahren vergebenen Auszeichnung in diesem Jahr einen Literaten, der als Lektor und Autor die deutsche Literaturlandschaft der letzten 50 Jahre entscheidend geprägt hat. Dieter Wellershoff begründete in den 60er Jahren die Kölner Schule des neuen Realismus und orientiert sich in seinen Werken an der Erfahrungsvielfalt der Lebenswirklichkeit. Der Sinn der Literatur ist für ihn „die Erweiterung und Vertiefung der Wahrnehmung des Lebens“, dessen imaginäre Probebühne.
Zuletzt erschien Wellershoffs viel beachteter, auch verfilmter Roman „Der Liebeswunsch“ (2000) [mehr…], 2001 „Der verstörte Eros. Zur Literatur des Begehrens“, 2005 „Das normale Leben“, ein Band mit neuen Erzählungen, und 2007 ein Buch mit Texten zur Zeitgeschichte, Lebensgeschichte und zur Literatur unter dem Titel „Der lange Weg zum Anfang“.
Mit dem Großen Kulturpreis, der zu den höchst dotierten Kulturpreisen in Deutschland zählt, wurden bisher Persönlichkeiten wie Pina Bausch, Roberto Ciulli, Mauricio Kagel, Elke Heidenreich, Konrad Beikircher und Lars Vogt ausgezeichnet.