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16.09.2007: Wolfgang Schneider (50)

Wolfgang Schneider

Wolfgang Schneider wird heute 50 Jahre alt. Der Suhrkamp-Lektor, der sich bei Harksen in der Frankfurter Goethestraße zum Buchhändler ausbilden ließ, kam bereits 1978 zu Suhrkamp – als Mitarbeiter der Verkaufsabteilung, kündigte aber 13 Monate später wieder, um im Hessenkolleg Frankfurt seine Hochschulreife zu erlangen. Das Studium der Germanistik, Philosophie und Soziologie schloss er im Mai 1988 mit einer Arbeit über Friedrich Glauser ab. Noch im gleichen Jahr trat er erneut in den Suhrkamp Verlag ein – von 1992 bis 2004 saß er im Lektorat ›suhrkamp taschenbuch‹, danach wechselte er ins Lektorat des ›insel taschenbuchs‹.

Schneider hat auch einige Bücher geschrieben und herausgegeben, seine Lieblinge sind »Was wäre das Leben ohne Fußball« (Eichborn), die Anthologie »Kleine Helden« bei Suhrkamp sowie jüngst im Insel Verlag (erscheint im Oktober 007) »Weihnachten« von Marie Luise Kaschnitz, das er gemeinsam mit Iris Schnebel-Kaschnitz zusammengestellt hat.

Seit 1997 ist Schneider Dozent für Verlag und Lektorat im Aufbaustudiengang »Buch- und Medienpraxis« der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, 2001 kamen Lehraufträge an den Universitäten Mainz, Bamberg und Bielefeld zum gleichen Thema 2001 hinzu.

Seit April 2002 ist der Lektor zudem Betriebsratsvorsitzender der Verlage Suhrkamp und Insel und seit Dezember 2006 ehrenamtlicher Richter beim Arbeitsgericht Frankfurt am Main.

Wolfgang Schneiders Lebensmittelpunkt ist die Stadt Frankfurt am Main. „Das geliebte Nordend, in dem er wohnt, so sagt er, verlassen er nur, um im Frankfurter Westend zu arbeiten. Oder wenn er auf Reisen gehe, durchaus auch am Wochenende in den Odenwald.

Schneider ist Vater zweier Töchter, Luisa (22) und Meret (16), seit 2001 geschieden, aber schon wieder in besten und festen Händen. Er spielt leidenschaftlich Fußball und Doppelkopf – und er kocht gerne.

Eigentlich wollte er als Lektor ja nicht seine Lieblingsautoren nennen. Uns hat er aber verraten, dass ihm die Zusammenarbeit mit Friedmar Apel, Galsan Tschinag und Jamal Tuschick besonderen Spaß bereitet hat. Und auch die Arbeit an der Reihe im insel taschenbuch »¼ für Boshafte« ist für ihn „schrecklich vergnüglich“.

Schneiders Lieblingsaphorismus stammt übrigens von Hans Kudszus (aus: »Jaworte, Neinworte«, erschienen in der Bibliothek Suhrkamp): „Das beste an zwei Stühlen ist, dass man zwischen ihnen sitzen kann.“ Und auch der Satz von Arno Schmidt: „Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um Rücksichten zu nehmen“, gefällt ihm ganz gut.

Kontakt: schneider@suhrkamp.de

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