Am 14. März 2008 verleihen deutsche Oberstufenschüler bereits zum vierten Mal den Prix des lycéens allemands. Wie in den Jahren zuvor wird die Preisverleihung im Rahmen der Leipziger Buchmesse stattfinden.
Der dem französischen Prix Goncourt des lycéens nachempfundene Literaturpreis ist eine gemeinsame Auslobung der Kulturabteilung der Französischen Botschaft in Berlin, des Bureau du Livre de Jeunesse, der Kultusministerien der Bundesländer, des Ernst Klett Verlags und der Leipziger Buchmesse.
Nominiert für das Jahr 2008 sind:
– Johan Héliot: Ados sous contrôle (Mango, 2007)
– Isabelle Collombat : Dans la peau des arbres (Edition du Rouergue, 2006)
– Marie-Florence Ehret : Fille des crocodiles (Editions Thierry Magnier, 2007)
– Cathy Ytak : Les murs bleus (Syros jeunesse, 2007)
– Anne Vantal : Un été outremer (Actes Sud junior, 2006)
Die fünf Titel sind als Paket unter der ISBN 978-3-12-597008 zum Preis von 42,50 Euro beim Ernst Klett Verlag erhältlich www.klett.de. Das Spektrum der behandelten Themen reicht von den Auswirkungen des Algerienkriegs und der einfühlsamen Schilderung der afrikanischen Lebenskultur über familiäre Sujets wie Adoption und problematische Eltern-Kind-Beziehungen bis zu Entwürfen von futuristischen Lebenswelten.
In diesem Jahr nehmen erstmals Schulen aus allen Bundesländern an dem Wettbewerb teil. Nach einem vorgegebenen Reglement, das Jurysitzungen zunächst auf Schul- und dann auf Landesebene vorsieht, wird in der Sitzung der Bundesjury, die am Vorabend der Verleihung in Leipzig stattfindet, der Siegertitel ermittelt. Das kontinuierlich ansteigende Interesse am Prix des lycéens allemands wird nicht zuletzt durch die wachsende Zahl der teilnehmenden Schüler deutlich.
Nahmen im Jahr 2005, dem Premierejahr, immerhin schon 2000 Schüler am Wettbewerb teil, so waren es ein Jahr später bereits 2700 und für die Wettbewerbsrunde 2007 sogar 3500 Schüler der Jahrgangsstufen 11-13.
Für die intensiven Lesemonate, die der Preisverleihung vorangehen, können die Schulen über das Bureau du Livre de Jeunesse mit den Autoren der nominierten Titel Besuche in den am Wettbewerb teilnehmenden Klassen vereinbaren. Darüber hinaus bietet ein eigens eingerichtetes Internet-Forum www.kultur-frankreich.de/prixdeslyceens Gelegenheit, sich kontinuierlich über den Lesestoff auszutauschen.
Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert, die von den Ernst Klett Verlagen in Form eines Übersetzungszuschusses zur Verfügung gestellt werden. Als Ergebnis der ersten zwei Preisverleihungen sind bereits „Total verrückt“ von Jean-Paul Nozière (Altberliner Verlag, 2006) und „Simple“ von Marie-Aude Murail (Fischer Schatzinsel, 2007) erschienen.