Verisse sind ja schön und gut, und ein namhafter Kritiker der 20er Jahre ist mit dem Bonmot bekanntgeworden, er zerreiße grundsätzlich alles, was ihm unter die Nase komme, um vor der Nachwelt zu bestehen – die paar Promille, bei denen er sich geirrt habe, machen den Kohl nicht fett…
„Wenn Ressentiments die Kritik bestimmen“, hat Ulrich Greiner heute in der ZEIT seinen Artikel „Mördergrube“ untertitelt. Darin beschäftigt er sich mit dem FAZ-Verriss des neuen Juli Zeh-Romans „Schilf“ (Schöffling & Co.) durch Tilmann Lahme: „Irgendwann um 1990 herum, da waren sie beide 16 Jahre alt, begegneten sich die Schüler Juli Zeh und Tilmann Lahme auf einem Abtanzball, und das Mädchen Juli gab dem Knaben Tillmann einen hammermäßigen Korb.“ – Und den hat er jetzt wohl via FAZ-Verriss zurückgebracht.
Eine Ausnahmeerscheinung? Wie (fast) das gleiche Spiel mit Martin Mosebach und Sigrid Löffler geht, lesen Sie auch bei Greiner. Heute in der ZEIT. Leider nicht online…