Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di übt scharfe Kritik an der Bertelsmann Stiftung und hat sich die Position der Organisation attac zu eigen gemacht. „Hinter den Kulissen gehört der Bertelsmann-Konzern zu den Verantwortlichen bei Privatisierungen, formuliert Politikerinnen und Politikern Gesetzestexte in die Feder, die von Abgeordneten entschieden werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Dies sei für ver.di Anlass zu einem Beschluss, in dem die „Grundlage für eine Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung, insbesondere bei gewerkschaftlichen Veranstaltungen“ in Frage gestellt wird.
Die Stiftung sei schon seit Jahren für den Abbau der öffentlichen Verwaltung, für PPP-Projekte und die Privatisierung staatlicher Aufgaben, zum Nachteil der Bevölkerung, verantwortlich, erklärte die stellvertretende Landesbezirksleiterin von ver.di Hessen, Sibylle Lust.