amazon.com hat im 3. Quartal seinen Umsatz um das vierfache gesteigert. Das gab das Unternehmen gestern in Seattle bekannt. Und die Steigerung beruht hauptsächlich auf einem Artikel: Harry Potter. Wie es in übereinstimmenden Medienberichten heißt, verkaufte der Online-Händler weltweit 2,5 Millionen Exemplare von „Harry Potter and the Deathly Hallow“, heißt es bei heise-online.
Zu dem Wachstum trugen auch die unabhängigen Händler, die über Amazons Plattform ihre Produkte anbieten, bei. Wie es weiter heißt, stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 41 Prozent auf 3,262 Milliarden Dollar, der Nettogewinn von 19 Millionen auf 80 Millionen US-Dollar oder von 5 auf 19 US-Cent pro Aktie. In den USA und Kanada steigerte Amazon den Umsatz um 42 Prozent auf 1,8 Milliarden US-Dollar; mit den ausländischen Websites (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Japan und China) erzielte die Firma einen Umsatz von 1,5 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 40 Prozent.
In der Folge erhöhte Amazon auch die Geschäftserwartungen für das Gesamtjahr – aber das stellte die Analysten nicht zufrieden: Einige kommentierten laut Wall Street Journal, selbst diese angehobenen Prognosen zeigten, dass Amazon die Margen in Zukunft nicht so stark erhöhen könne wie in den vergangenen zwei Quartalen. Demnach suche Amazon bislang immer noch weitgehend erfolglos nach den Wachstumsfeldern, um auch dauerhaft die Gewinne erhöhen zu können. So müssten auch die verschiedenen Initiativen im digitalen Business – etwa der mit Apples iTunes konkurrierende Online-Musikshop, der Songs im DRM-freie MP3-Format verkauft – erst noch zeigen, dass sie Amazons Geschäfte beflügeln könnten.
Laut Frankfurter Allgemeine Zeitung sei die Aktie überteuert und überschätzt. Das krampfhafte Suchen nach Umsatz drücke auf die Margen.