
seine Frau Ute Wittich, im Gespräch
mit Horst Schneider und Detlef Holz
Mit vielen Gästen wurde gestern die Ausstellung Bernhard Jäger, Buch- und Druckkunst, im Klingspor-Museum in Offenbach am Main eröffnet. Horst Schneider, Oberbürgermeister und Kulturdezernent, würdigte in seiner Begrüßung das Werk des mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen bedachten Künstlers – 1970, 1984 und 1994 zeichnete die Stiftung Buchkunst von ihm illustrierte Bücher als „Schönste Bücher des Jahres“ aus. Jäger, der von 1957 bis 1960 an der Werkkunstschule Offenbach studiert hatte, hatte seine erste Ausstellung im Klingspor-Museum bereits im Mai/Juni 1968. Viele der damals präsentierten Werke gehören mittlerweile zum Klingspor-Bestand.

Zur Ausstellungseröffnung schenkte der Künstler dem Museum seinen Aquarell-Zyklus „Die Erzählungen des Barons von Münchhausen“, erschienen in der Büchergilde Gutenberg, für die Jäger vielfach tätig war. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang seine Titelgestaltung für die Reihe „Bibliothek von Babel“, die ebenfalls gezeigt wird.
Dr. Stefan Soltek, Leiter des Klingspor-Museums, stellte erfreut fest, dass am Eröffnungsabend zahlreiche Künstlerinnen und Künstler anwesend waren. Sie bilden in Offenbach ein Netzwerk, eine freundschaftliche und inspirierende Gemeinschaft.

Auf die Ausstellung eingehend erläuterte Dr. Soltek, dass sich in den unteren Räumen die Arbeiten ab 1995 und in der oberen Etage die Werke aus der ersten Hälfte der 60er Jahre befinden, insbesondere jene der von Jäger zusammen mit Thomas Bayrle gegründeten Gulliver-Presse.
Neben großer Farbigkeit, deren Mittelpunkt eine Skulptur aus Edelstahl, Donna Mobile, bildet, zeigt die Exposition auch viele Schwarz-Weiß-Gestaltungen, darunter außergewöhnliche Setzarbeiten, die in Kooperation mit Manfred Schulz und der Grafischen Werkstatt entstanden.
Zu sehen sind außerdem u.a. 80 Aquarelle für „Das Zauberbuch der höchst merkwürdigen Verwandlungen“, das 2008 in der Edition Volker Huber erscheinen wird.
Am 31.10. wird im Rahmen der Jäger-Ausstellung der neue Kalender der Offenbacher Künstler präsentiert, im Anschluss wird es ein Gespräch mit Bernhard Jäger und weiteren Künstlern geben.
Die Exposition ist bis zum 18. November zu sehen.
JF