
Heute ist Olf Lenzing im Alter von 81 Jahren gestorben.
Der langjährige Piper-Vertriebschef und spätere Verlagsvertreter gehörte zu den Urgesteinen der Branche. Der gelernte Buchhändler hatte eigentlich Schauspieler werden wollen, aber als er erst 1947 im Alter von 21 Jahren aus der Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, da hatte er bei den Engländern zwar perfekt Englisch gelernt und auch die Leidenschaft fürs Theaterspielen entdeckt – aber die Vernunft brachte ihn dann doch dazu, zunächst etwas „Anständiges“ zu lernen: Er machte eine Buchhandelslehre im westfälischen Gronau.
Seine Verlagskarriere begann dann in Düsseldorf beim Verlag Stahl Eisen. Dann machte er schnell Karriere im Vertrieb bei bei S. Fischer und kam dann 1969 zu Piper.
Walter Fritzsche schrieb im BuchMarkt über ihn: „Ein aufrechter Mann, ein unverführbarer, der davon träumte, ein alle Welt täuschender Mime zu werden, blieb der Rolle treu, die ihm auf den Leib geschneidert war: Die des Olf Lenzing in den Stück Kabale und Vertriebe. Sein Alter ist nicht der Rede wert, er selber schon.“
Wir trauern mit seiner Witwe Annelore und seiner Familie um einen großartigen Menschen, leidenschaftlichen Buchhändler und Freund.
CvZ und Familie.







