Home > Online-Handel > Focus Studie Communication Networks 11.0 bestätigt: Fast 40% der Deutschen kaufen keine Bücher, aber fast alle nutzen das Internet// Google, Yahoo, eBay & Amazon haben im 3. Quartal 2007 11,1 Milliarden US-Dollar umgesetzt

Focus Studie Communication Networks 11.0 bestätigt: Fast 40% der Deutschen kaufen keine Bücher, aber fast alle nutzen das Internet// Google, Yahoo, eBay & Amazon haben im 3. Quartal 2007 11,1 Milliarden US-Dollar umgesetzt

Die sehr nützliche Studie des Nachrichtenmagazins Focus „Communication Networks 11.0“ liegt in einer neuen Ausgabe vor www.medialine.de.

Auf die Frage „Haben Sie in den letzten 12 Monaten ein Buch/Taschenbuch gelesen?“ antworteten 34% der Befragten mit „Nein“. Auf die Frage, ob sie ein Buch gekauft hätten (privater Zweck), antworten sogar 37% mit „Nein“.

Anders gesagt: Jeder dritte Deutsche kauft und liest keine Bücher mehr. Noch gravierender wird das im beruflichen Bereich deutlich: 73% haben kein einziges Buch für den beruflichen Bedarf gekauft.

Die Kauf- und Leseliste führen an: Krimis/Thriller (41%) und Unterhaltungsliteratur (36%). Nach wie vor regt die persönliche Empfehlung von Freunden oder Bekannten mit 35% am ehesten dazu an, ein Buch zu kaufen, gefolgt von der Schaufenster-Auslage in der Buchhandlung (31%). Weder die Bestsellerlisten in Focus, Spiegel oder in anderen Zeitungen spielen hierbei eine Rolle (3%-5%), Elke Heidenreich in allen Ehren, aber nur 3% lassen sich von ihr zum Buchkauf oder -lesen anstiften, auf immerhin schon 10% bringen es dagegen Buchtipps im Internet.

Bei den Kauforten ziehen die großen Buchhandlungen mit 31% fast auf die gleiche Höhe, wie die kleineren mit 35%, das Web bringt es, zusammengerechnet auf gut 15%. Für fast 59% der Käufer ist eine zuvorkommende Behandlung bei Umtausch/Reklamation wichtig, für 55% guter Service.

Interessant: Im Untersuchungsfeld „Mediennutzung“ geben 35% der Befragten an, das Internet vor fünf Jahren noch nicht genutzt zu haben. Auch für eine „normale“ Buchhandlung kann das Web eine „Schaufenster-Auslage“ sein…

Die vom Bundesverband des deutschen Versandhandels vorgelegten Zahlen für 2007 bestätigen das:

Fast 16,8 Milliarden Euro werden im laufenden Jahr für Waren und Dienstleistungen im Web ausgegeben, 9% mehr als in 2006. Die größte Warengruppe ist inzwischen die Mode – fast 4 Milliarden Euro werden für Bekleidung, Textilien und Schuhe hingeblättert, für Medien, Bild- und Tonträger „nur“ rund die Hälfte: 2 Milliarden Euro.

Fast die Hälfte aller Versandhandelsaufträge wird heute Online aufgegeben. [mehr…]

Wie bereits vermutet und gemeldet, legte auch Amazon im 3. Quartal 2007, dank Harry, „zauberhafte“ Ergebnisse vor [mehr…]: 3,26 Milliarden US-Dollar Umsatz und rund 80 Millionen US-Dollar Gewinn. Zusammen bringen es die vier großen des Webs, Google, Yahoo, eBay und Amazon, im 3. Quartal 2007 damit auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden US-Dollar. Eine beachtliche und äußerst respektable Zahl, wenn wir mal daran denken, dass vor zehn Jahren, 1997, der Ruf nach dem „Internet-Geschäftsmodell“ so viele gute Web-Ideen zu Fall gebracht hat.

STEFAN BECHT
stefan@stefanbecht.de

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