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Feier an diesem Samstag in Düsseldorf: 30 Jahre BiBaBuZe

Angefangen hat alles zu Beginn der 70er Jahre mit einem regelmäßigen Büchertisch von

BiBaBuZe am Jubeltage zum 30.

StudentInnen an der Fachhochschule Düsseldorf, daraus entstanden ist der Buchladen BiBaBuZe, die Bilker Basis Buch Zentrale, eine wichtige Instanz der politischen Linken in Düsseldorf. Die Geschäftsführer Hans Schmitz und Antje Westermann blicken auf eine bewegte Gründungszeit und viele Höhen und Tiefen in den dreißig Jahren ihres Bestehens.

An diesem Samstag wurde das Jubiläum mit allen Freunden, Kollegen, Stammkunden und jedem, der eigentlich nur ein Buch kaufen wollte, gefeiert.

Viele waren gekommen, um zu gratulieren, alte Bekannte wieder zu treffen und den Geburtstag mit ihren „liebsten Buchhändlern“ zu verbringen. Es wurden Blumen und Geschenke überreicht und Mitarbeiter des Düsseldorfer Heinrich Heine-Salons dankten

Gut besucht bis Ladenschluss

für die gute und jahrelange Zusammenarbeit. Trotz der vielen tüchtigen Helfer, die Getränke und Snacks reichten, waren die Geschäftsführer und ihr Mitarbeiter Peter Seifert den ganzen Tag in vollem Einsatz, und selbst nach eigentlichem Ladenschluss um 18 Uhr ging es noch lange ausgelassen weiter.

Aber zurück zu den Anfängen: Die Mitglieder des Buchladenkollektivs eröffneten 1977 auf der Konkordiastraße 81 ihren ersten Buchladen, um neben den erweiterten Möglichkeiten für ihr Kollektiv und der linken Szene vor allem die damals meist unbeachteten Autoren und Verlage, die „man in bürgerlichen Läden nicht bekam“, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies veranlasste sogar einige Male die Staatsanwaltschaft zu Hausdurchsuchungen und zur Beschlagnahme von Publikationen.

Immer gute Gastgeber: Hans
Schmitz, Peter Seifert, Antje Westermann

Mit dem Umzug im September 1985 auf die Aachener Straße 1 traten viele Veränderungen ein. Eine Professionalisierung zum Erhalt des Ladens wurde nun unumgäglich, und so stellte sich für die Mitglieder des Kollektivs nach der Beendigung ihres Studium die Frage, ob man den erlernten Beruf ergreifen oder den Buchladen weiterführen sollten.

Einige wenige entschieden sich für den Buchladen als beruflichen Lebensmittelpunkt. Die zentrale Lage am Bilker S-Bahnhof war besser geeignet zur Erschließung neuer Kundenkreise und Laufkundschaft und die neuen Räumlichkeiten boten deutlich mehr Platz.

Blumen als Dankeschön von Kunden

Vier Jahre später, im Mai 1989, wurde das Ladenlokal durch die Übernahme des benachbarten Kiosks erweitert´, und der Verkauf von ausgewählten Bioweinen berreichert seitdem das Angebot. Durch einen weiteren Aus- und Umbau im Dezember 1999 konnte der einladende KafeKlub der Roten Dichter geschaffen werden. Dieser gewonnene Cafébereich bot neue Möglichkeiten für Veranstaltungen und trug sehr zur Attraktivität des Ladens bei. Wechselnde Ausstellungen finden seitdem dort ihr Publikum, unter anderem von Dieter Süverkrüp, Eugen Egner, Bertram Rutz, BURKH und Horst Lang.

BiBaBuZe arbeitet mit verschiedenen politischen Gruppen zusammen, stellt ihnen ihre Räumlichkeiten zur Verfügung und organisiert Veranstaltungen zu politischen und literarischen Themen. Eine kleine Auswahl aus dreißig Jahren AutorInnenlesungen und politischen Diskussionen: Nora Guthrie, Ingo Schulze, Edgar Hilsenrath, Sten Nadolny, Rafik Schami, A.F.Th. van der Heijden und viele mehr.

Das Sortiment der BiBaBuZe beschränkt sich aber längst nicht nur auf politische Fachlektüre, ein großer Kinderbuchbereich, ausgewählte Literatur und Lyrik, Fach- und Reiselektüre sowie eine breite Auswahl an Zeitschriften, schönen Postkarten und Bioweinen wie auch DVDs, Tonträgern und Spiele runden das Angebot ab. Das ausgeprägte Profil, das buchhändlerische Knowhow, die literarische Auswahl mit durchdachtem Konzept sind die Stärken dieser Buchhandlung, die Hans Schmitz und Antje Westermann trotz der bevorstehenden unmittelbaren Nachbarschaft einer großen Buchhandelskette, optimistisch in die Zukunft sehen lassen.
KS

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