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„Eichendorff wieder finden“ im Frankfurter Goethe-Haus: Ausstellung anlässlich des 150. Todestages von Joseph von Eichendorff am 25. November 2007

Teil 1: Selbsterinnerung

Eine neue Begegnung mit einem Bekannten – so möchte sich die Exposition im Goethe-Haus in Frankfurt am Main verstanden wissen. Sie ist in sechs übersichtliche Abschnitte gegliedert, reicht von „Selbsterinnerung“ über neu aufgefundene Tagebuchhandschriften, die dichterische Entwicklung des jungen Eichendorff, die Dokumentation zur Entstehung des „Aus dem Leben eines Taugenichts“, Satire-Schriften bis zum Wirken Joseph von Eichendorffs als Beamter.

Im Zentrum stehen immer die Eichendorff-Handschriften, viele von ihnen werden hier erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

In der Abteilung „Klänge“, die eine Flötenuhr von 1780 und ein Posthorn zeigt, kann Spieluhrklängen gelauscht werden.

Der Ausstellungsbesucher soll den Arkadensaal im Goethe-Haus mit der Erkenntnis

Tagebucheintragungen

verlassen, dass Eichendorff nicht der weltabgewandte, romantische Poet war, als der er vielfach bis heute gesehen wird, sondern ein hellwacher Zeitgenosse, der sich aktiv in das literarische, kulturelle und politische Geschehen eingemischt hat.
Die Ausstellung passt übrigens gut ins Dichterhaus – die hier beheimatete Handschriftensammlung umfasst etwa 40.000 Einheiten.

In einem umfangreichen Katalog, herausgegeben von Anne Bohnenkamp und Ursula Regener, der in Kooperation der Eichendorff-Gesellschaft und dem Freien Deutschen Hochstift – Frankfurter Goethe-Museum entstanden ist, werden die Exponate erläutert und mit historischem Hintergrund kommentiert. Den Druck unterstützte die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V. (ALG).

Illustrierte Ausgabe

Ein Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung (Kuratorin ist Renate Moering), die noch bis zum 17. Februar 2008 zu sehen ist. So wird es am 5.12.2007 um 16 Uhr, am 20.1.2008 um 15 Uhr und am 1.2.2008 um 16 Uhr öffentliche Führungen geben. Außerdem sind Seminare zu Eichendorffs Handschriften, ein Vortrag zu Eichendorffschen Motiven von Prof. Dr. Ingrid Mittenzwei, eine Filmschau „Taugenichts“ und eine Finissage geplant.

In diesem Zusammenhang wird auch auf ein Programm von Christoph v. Weitzel „Joseph von Eichendorff im Lied“, das am 26.1.2008 in der Frankfurter Romanfabrik stattfindet, hingewiesen.

JF

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