Die NZZ berichtet heute über eine Geschichte, die bereits im Bach-Jahr 2000 beginnt und eine auf mehrere Bände angelegte Publikation über die Wirkungsgeschichte des Thomaskantors zur Folge hat. Allerdings keine ganz reibungsfreie Geschichte:
Der Laaber-Verlag, bei dem unter anderem das „Handbuch der musikalischen Gattungen“ erschienen ist, plante die Herausgabe einer großangelegten Publikation über die 250-jährige Wirkungsgeschichte Johann Sebastian Bachs mit dem Titel „Bach und die Nachwelt“, berichtet NZZ-Autor Thomas Schacher.
Herausgeber sind Michael Heinemann und Hans-Joachim Hinrichsen; beide Forscher wurden vom Verlag auch für das „Bach-Lexikon“ verpflichtet, Heinemann als Herausgeber, Hinrichsen (zusammen mit Stephan Franke und Sven Hiemke) als Mitarbeiter.
Bis 2005 ging alles ging alles gut. Dann aber erschien bei Laaber (mit Verspätung) Band 4: Jedoch nicht mit Hinrichsen und Heinmann als Herausgeber: sondern unter der Regie von Joachim Lüdtke, ein in der Bach-Forschung bis dato gänzlich unbekannter Name. „Bei den versammelten Aufsätzen handelt es sich mit einer Ausnahme um Nachdrucke, und das von Heinemann und Hinrichsen bisher verfolgte Konzept erscheint verwässert“, kommentiert Schacher.
Nun ist der Schlussband unter dem Titel „Johann Sebastian Bach und die Gegenwart“ mit den beiden „alten“ Herausgeber erschienen, aber nicht bei Laaber, sondern im Kölner Verlag Dohr. „Was war geschehen?“, fragt Schacher: „Hans-Joachim Hinrichsen nennt als Gründe für das Zerwürfnis zwischen den Herausgebern und dem Laaber-Verlag erstens die Zeitverzögerung und zweitens finanzielle Differenzen betreffend die Honorierung der Autoren und Herausgeber.“
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