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Douglas/Thalia-Strategie: Übernahmen vor Neueröffnungen / Nach Bilanzpressekonferenz Aktien um sieben Prozent gestiegen

Die Performance von Henning Kreke auf der gestrigen Bilanzpressekonferenz der Douglas AG [mehr…] hat offenbar gestimmt: Noch während der Konferenz nach den ersten Tickermeldungen, schnellte der Aktienkurs von Douglas um vier Prozent hoch, am Ende lag er bei einem Plus von sieben Prozent.

Allerdings ist der Kurs bereits seit Tagen „weiterhin in einem intakten Abwärtstrend“, wie das Online-Portal finanznachrichten.de schreibt, auch ein positiver Tag mache „noch keine Trendumkehr aus“.

Die Buchsparte scheint sich zum stabilen Faktor im Unternehmen zu etablieren. So sei der Umsatzanstieg von zwölf Prozent auf drei Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2006/07 (bis Ende September) von Zukäufen durch Thalia geprägt gewesen. Mit Zukäufen soll es weitergehen. Noch 2007 will Kreke 155 Mio. Euro für weiteres Wachstum investieren und will damit alle Sparten zusammengenommen 80 Filialen eröffnen.

Während die Wachstumsdynamik bei Parfümerien im Ausland stattfindet, will Douglas neben den angekündigten 17 weiteren Thalia-Filialen zusätzlich investieren, „wenn sich eine günstige Gelegenheit bietet“. Mit einer Eigenkapitalquote von 37 Prozent sein das Unternehmen stark genug für Zukäufe.

So viele interessante Akquisitionsobjekte gebe es derzeit gar nicht mehr, sagte Kreke. Er machte deutlich, dass er vor allem an Übernahmen interessiert sei. Kosten für Neueröffnungen schlügen sich zudem im Gewinn nieder. Den Marktanteil von Thalia liege laut Kreke derzeit bei sieben Prozent. Schon deshalb sei Thalia der interessantere Geschäftsteil für die Expansion.

Kreke, der mit seiner Familie selbst 35 Prozent am Unternehmen hält, musste offenbar einräumen, dass er die Kauflust der Deuschen unterschätzt habe, wie die WELT schreibt. Seine Erwartung, dass die Mehrwertsteuererhöhung die Kauflust nicht bremsen werde, sei „leider so nicht eingetroffen“. Er konnte aber auch konstatieren: „Wir haben das Glück, dass unsere Produkte gern verschenkt werden und die Kunden da gerne Geld ausgeben“, wird er zitiert. Probleme bereite eher der Modebereich Pohland, der einen Verlust Einfuhr.

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