Unternehmer, die Geldgeber offen über ihre Finanzen informieren, schaffen sich Verbündete – und meistern Engpässe leichter, weiß heute das Wirtschaftsmagazin impulse. Und zitiert Professor Stephan Paul, Finanzexperte von der Uni Bochum: „Unternehmer, die ihre Kapitalgeber zu Verbündeten machen, gehören in einer Finanzkrise nicht zu den Ersten, denen man die Kreditlinie kürzt.“
Zum Beispiel wie Bernhard Kallup, dessen Firma noch stärker von der Konjunktur abhängig ist als der Einzelhandel, doch von ihm lässt sich lernen. Schwächelt die Wirtschaft, muss der Chef des Büromöbelbauers Sedus Stoll AG damit rechnen, dass auch seine Firma weniger abwirft: So bescherte etwa das Jahr 2003 einen herben Verlust. „Dagegen kann man wenig machen“, sagt er.
Aber gegen mögliche negative Konsequenzen kann er vorbeugen. Gemeinsam mit seinem Finanzchef Carl-Heinz Osten pflegt der Unternehmer eine offene Finanzkommunikation: Indem er Banker, Aktionäre, Mitarbeiter und die Presse regelmäßig über Umsatz und Erträge informiert, schafft er sich ein Vertrauenspolster: „Finanzkommunikation ist auch Krisenprävention“, weiß Osten.