Zum Auftakt der Leipziger Buchmesse wird der niederländische Journalist und Historiker

Geert Mak am 12. März mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2008 ausgezeichnet. Gestern präsentierte sich der Preisträger schon einmal im Literarischen Colloquium Berlin der Öffentlichkeit. Für die Stadt Leipzig nahm Bürgermeister Georg Girardet an der Veranstaltung teil.
Geert Mak erhält die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine in den letzten zehn Jahren erschienenen Bücher zu europäischen Themen: „Amsterdam – Biografie einer Stadt“, „Wie Gott verschwand aus Jorwerd“, „Das Jahrhundert meines Vaters“, „In Europa. Eine Reise durch das 20. Jahrhundert“ und „Die Brücke von Istanbul. Eine Reise zwischen Orient und Okzident“. Die Titel sind auf Deutsch bei Random House erschienen.
Im Gespräch mit dem Historiker Karl Schlögel gab Geert Mak einen spannenden Einblick in seine Arbeit und machte neugierig auf sein umfangreiches Werk, das auf genauen Beobachtungen, Recherchen und Gesprächen basiert. Er sei wie eine Elster, die sich auf alles stürzt, das blinkt, erklärte Mak sein Gespür für Fundstücke.
Für „In Europa“ beispielsweise ist er im Auftrag einer niederländischen Tageszeitung ein Jahr lang kreuz und quer durch Europa gereist. Täglich gab es in der Zeitung eine Kolumne mit seinen Reiseeindrücken. Für das Buch, das auf dieser Reise basiert, habe er jedoch jede Zeile neu geschrieben, versicherte Mak. Glaubt man Schlögel, kann Mak süchtig machen: „Wer ein Buch von ihm gelesen hat, wird mehrere lesen.“
ML