Der Umsatz mit Schulbüchern und Bildungssoftware in den allgemein und berufsbildenden Schulen war nach Berechnungen des Branchenverbandes VdS Bildungsmedien in Frankfurt am Main 2007 um 1 Prozent rückläufig (Branchenumsatz ca. 350 Mio Euro).
Aussschlaggebend dafür war der Rückgang der Schulbuchausgaben von Eltern und Schülern um 4 Prozent. Die öffentlichen Ausgaben stiegen dagegen zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder an – allerdings nur um ca. 2 Prozent.
Über den Rückgang der privaten Schulbuchausgaben in 2007 zeigt sich der Verband überrascht: „Da die Nachfrage nach neuen Schulbüchern wegen zahlreicher Bildungsreformen und neuer Lehrpläne eigentlich hätte ansteigen müssen.“ Denn die verschiedenen Regelungen der Lernmittelfreiheit in den Bundesländern sehen vor, dass bundesweit betrachtet mittlerweile mehr Schulbüchern von den Eltern als vom Staat gekauft werden müssen.
Den Rückgang erklärt der Verband damit, dass die Lernmittelfreiheit zum Profilierungsthema der Parteien gemacht wurde. „Mit völlig übertriebenen Ausgabenzahlen machen die Parteien mit dem Thema Meinung und erzeugen so in den Schulen ein Klima, das dazu führt, den vorgeschriebenen Elternteil beim Schulbuchkauf nicht einzufordern und stattdessen auf eine Schulbucherneuerung zu verzichten“, so VdS-Geschäftsführer Andreas Baer.