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Alter BAG-Aufsichtsrat betroffen über Infopolitik des Börsenvereins

Nicht, dass der Börsenverein ein Gutachten hat anfertigen lassen über bestehende „Schadensersatzansprüche gegen Organe der Buchhändler-Abrechnungs-Gesellschaft (BAG) an sowohl ehemals tätig gewesene Geschäftsführer als auch ehemals tätig gewesene Aufsichtsräte der BAG-Gruppe“ [mehr…] führt jetzt zu neuen Irritationen. Sondern die Art und Weise, wie das öffentlich gemacht wurde – nämlich ohne Chance für die Betroffenen, angemessen reagieren zu können.

Ulrich Ohm, Vorsitzender des „alten“ BAG-Aufsichtsrates, ist zudem betroffen, dass er und seine Kollegen aus dem alten Aufsichtsrat bis heute nicht über das Gutachten verfügen, das aber im Börsenblatt bereits kommentiert wird. Ohm: „Eine Vorverurteilung“.

Er hat deshalb nach Beratung mit seinen ehemaligen Aufsichtsratsmitglieder jetzt einen Brief an Börsenvereinsvorsteher Dr. Gottfried Honnefelder geschrieben, den er ebenso vertraulich behandelt wissen möchte wie dessen Zeilen an ihn und den restlichen Ex-Aufsichtsrat.

Doch zur Sache meldet er sich heute auf buchmarkt.de im Kurzinterview [mehr…], weil ihn Stil und Folgen der Info-Politik immerhin auch seines Börsenvereins betroffen gemacht haben: „Ist es richtig, dass das Börsenblatt und dessen Chefredakteur besser informiert ist als wir?“

Die Frage scheint mehr als berechtigt. Denn der Brief des Vorstehers mit der Ankündigung der Sachlage hat ihn noch am gleichen Tag, seine Kollegen aber erst Gründonnerstag erreicht, als das Börsenblatt auf seiner Online-Seite den Fall bereits kommentierte.

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