Dass viele glauben, das Internet sei privat, wenn man privat darin schreibt und öffentlich, wenn man öffentlich schreibt, macht sich jetzt offenbar die BILD-Zeitung zu nutze. Wie die taz schreibt, bedient sich Springers Boulevard-Blatt bei Berichten über Unfall- oder Gewaltopfer in den privaten Daten im Studenten-Netzwerk StudiVZ.
So soll „Bild“ schon mehrfach Fotos und intime Details aus den Profilen von Holtzbrincks Flirt-Community genutzt haben. Offiziell bedauere StudiVZ den von Bild praktizierten Bilder- und Infoklau zwar, „aktiv dagegen vorgegangen ist das soziale Netzwerk aber noch nicht – weder indem es sich mit Bild an einen Tisch gesetzt hat, um den Missbrauch zu unterbinden, noch indem rechtliche Schritte eingeleitet wurden. Statt dessen überlässt das Unternehmen es seinen Nutzern, gegen den Bild-Klau zu protestieren“, so die taz.