1. (-) 68 Punkte
MARCEL BEYER: Kaltenburg
Roman.Suhrkamp Verlag, 397 Seiten, 19.80 Euro
Mittelschwere Lektüre
Die Lebensgeschichten zweier Ornithologen in den Extremen des 20. Jahrhunderts. Der eine berühmt, auch berüchtigt für seine Schlüsse von der Natur auf die Gesellschaft, der andere, mittelmässig, sein Biograph.
2. (-) 65 Punkte
FERIDUN ZAIMOGLU: Liebesbrand
Roman. Verlag Kiepenheuer & Witsch, 384 Seiten, 19.95 Euro
Leichtere Lektüre
Fast wäre er bei einem Busunglück im Ausland gestorben, aber dann erscheint gerade noch rechtzeitig eine junge Frau und rettet sein Leben. Sie verschwindet. Liebesentbrannt macht er sich auf die Suche nach seinem Schutzengel.
3. (-) 49 Punkte
CLEMENS MEYER: Die Nacht, die Lichter
Stories
S. Fischer Verlag, 272 Seiten, 18.90 Euro
Leichtere Lektüre
Die Kurzgeschichten des diesjährigen Leipziger Bücherpreisträgers: Nachtgestalten mit Träumen, die sich manchmal in Alpträume verwandeln.
4. (6) 45 Punkte
MARTIN WALSER: Ein liebender Mann
Roman. Rowohlt Verlag, 288 Seiten, 19.90 Euro
Leichtere Lektüre
73, 19 – Goethes Schicksalszahlen: 1823 verliebt er sich in Marienbad in Ulrike von Levetzow. 54 Jahre liegen zwischen ihnen, fast ein ganzes Leben. Aber ein liebender Mann zählt nicht. Er macht ihr einen Heiratsantrag. Und wird abgewiesen. Aber: „Keine Liebschaft war es nicht“ wird die historische Ulrike in ihren Erinnerungen sagen. (Leseprobe vorhanden)
5. (-) 42 Punkte
YASMINA REZA: Frühmorgens, abends oder nachts]
Aus dem Französischen von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel.
Carl Hanser Verlag, 208 Seiten, 17.90 Euro
Mittelschwere Lektüre
Die französische Starautorin durfte Nicolas Sarkozy im Wahlkampf begleiten. Ein Tagebuch, eine Reportage, ein Einblick in die Rituale der Macht.
6. – 7. (-) 31 Punkte
WILLA CATHER: Meine Antonia
Roman. Aus dem Amerikanischen von Stefanie Kremer.
Knaus Verlag, 320 Seiten, 19.95 Euro
Leichtere Lektüre
„Wer ?Meine Antonia? einmal gelesen hat, vergisst es nicht mehr. Ihre Heldin gehört jenem Kosmos an, in dem Oblomow und die Buddenbrooks, Emma Bovary und Anna Karenina, Lady Chatterley und Tom Saywer miteinander verkehren; sie alle lebendig genug, um ihre Schöpfer zu überleben.“ (Elke Schmitter)
6.-7. (-) 31 Punkte
BRUNO SCHULZ: Die Zimtläden
Aus dem Polnischen von Doreen Daume.
Carl Hanser Verlag, 232 Seiten, 21,50 Euro
Mittelschwere Lektüre
Einer der großen polnischen Erzähler des 20. Jahrhunderts, von den Nazis 1942 im Drohobyczer Ghetto erschossen. Eine Neuübersetzung seines Hauptwerks.
8. – 9. (-) 28 Punkte
WJATSCHESLAW KUPRIJANOW: Im Geheimzentrum
Erzählungen. Aus dem Russischen von Peter Steger.
ERATA Literaturverlag, 130 Seiten, 16,95 Euro
Mittelschwere Lektüre
Ein Unbekannter der zeitgenössischen russischen Literatur, Mathematiker, Sprachwissenschaftler und Autor von Gedichten und Geschichten. Sein Witz erinnert an die Prosa von Daniil Charms, dem Meister der Groteske.
8. – 9. (-) 28 Punkte
MARTIN MOSEBACH: Stadt der wilden Hunde
Nachrichten aus dem alltäglichen Indien
Carl Hanser Verlag, 173 Seiten, 16,90 Euro
Mittelschwere Lektüre
Der Büchnerpreisträger Martin Mosebach auf seiner Reise durch Indien. Nach dem Roman „Das Beben“ jetzt das essayistische Porträt eines Landes zwischen Tradition und Aufbruch.
10. (-) 27. Punkte
SILVIA BOVENSCHEN: Verschwunden
S. Fischer Verlag, 176 Seiten, 17.90 Euro
Mittelschwere Lektüre
Nach dem großen Erfolg von „Älter werden“ jetzt „Verschwunden“: Ein Erzählreigen über Menschen und Dinge, die verloren gehen. Im Mittelpunkt: Daniela, eine Scheherazade, die gegen das eigene Verschwinden anerzählt.
Persönliche Empfehlung im April von Eberhard Falcke (München)
TRUMAN CAPOTE: Die Hunde bellen
Alle Reportagen, Porträts und Reiseskizzen
Aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay.
Verlag Kein & Aber, 912 Seiten, 29.90 Euro
„Oft führte er sich auf wie der Größte aller Glitterati, doch er war ein erstaunliches Arbeitstier (wenn ihn Alkohol und Drogen nicht mattsetzten). Er schrieb eine großartige Prosa, klar, detailgenau, stachlig, ohne Metaphernqualm. Darum ist die Zürcher Capote-Werkausgabe eine Freude und der Band mit den gesammelten Reportagen, Porträts, Reisebildern, Dialogen und Selbstgesprächen eine tolle Ergänzung – wie ein Tausend-Seiten-Magazin, geschrieben von lauter Edelfedern. Capote war magisch angezogen von jedem Aufruhr des Lebens, gleich ob luxuriös oder kriminell, bescheiden oder brillant, lächerlich oder erhaben. Das ist beste Unterhaltung für Intelligenz und Gefühl, ob die Hunde nun bellen oder nicht.“
(Eberhard Falcke)
Literatur im Fernsehen
‚Literatur im Foyer‘ mit Thea Dorn
Freitag, 11. April um Mitternacht im SWR Fernsehen
Gäste: Sigrid Damm, Helmut Krausser, Charlotte Roche
Freitag, 25. April um Mitternacht im SWR Fernsehen
’68 und kein Ende?‘
mit Daniel Cohn-Bendit, Dietmar Dath, Reinhard Mohr, Stefan Wolle
‚Literatur im Foyer‘ mit Martin Lüdke
Freitag, 18. April um Mitternacht im SWR Fernsehen
Sonntag, 20. April um 10.15 Uhr in 3sat
Gäste: Feridun Zaimoglu, Margriet de Moor,
Martin Mosebach, Verena Auffermann, Ijoma Mangold
Die ‚Bestenliste‘ im Hörfunk
‚SWR2 Literatur‘
Dienstag, 1. April um 20.03 Uhr
mit Ursula März, Elmar Krekeler, Hajo Steinert
Moderation: Kirsten Voigt
Südwestrundfunk
Fernsehen Kultur und Gesellschaft
76522 Baden-Baden
Tel. 07221/929-2846






