Da wächst eine Buchstory heran, die in der Medienwirkung, aber auch wohl in der

Qualität des Textes das Potenzial zu einem neuen (Erfolgs)Fall „Tannöd“ hat: Sie hat alle Zutaten, die das Buch noch lange in den Medien halten werden.
Das hat es nämlich so auch noch nicht gegeben: Aus Vorsicht hat der Fackelträger Verlag das Buch erst nur in einer eher schlichten Paperbackausgabe in Bamberg auf den Markt gebracht, um die Reaktion des Publikums, aber auch die der Anwälte auszutesten.
Die Folge: Der örtliche Buchhändler Michael Genniges (Bamberger Medienhaus) hat innerhalb von drei Tagen 373 Exemplare verkauft; jetzt erst folgt ab 12. April die reguläre, schon für Februar angekündigte Ausgabe von Heidi Marks‘ „Als der Mann kam und mich mitnahm“.
Der Fall machte im Sommer und Herbst vergangenen Jahres bundesweit Schlagzeilen:
Zwei Frauen aus dem niederfränkischen Dorf Eschenau brachten den an ihnen jahrelang begangenen Missbrauch zur Anzeige. In der Folge beging ein Beschuldigter Selbstmord, ein weiterer wurde wegen ähnlicher Fälle vom Landgericht Bamberg zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. Seitdem ist das Dorf gespalten.
Heidi Marks, eine der missbrauchten Frauen, hat die Geschichte ihres jahrelangen Leidens aufgeschrieben – herausgekommen ist eine Geschichte „von Dürrenmattscher Dimension“, wie die Süddeutsche Zeitung am 2.4.2008 schrieb.
Michael Genniges hat nochmal in Harry Potter-Dimensionen 600 Exemplare nachgeordert. Und Verleger Jürgen Horbach: „Eine solche Geschichte ist noch nie so authentisch erzählt worden. Alle, die das Buch gelesen haben, bestätigen dem Text eine hohe Qualität. Wir rechnen auch überregional mit großer Medienwirkung.“