Emons-Vertriebsleiter Michael Solscher sinniert: „Man weiß im Voraus nie, ob eine

neue regionale Krimireihe funktioniert oder nicht.“ Beim ersten „Main Krimi“ aber hat der Emons Verlag wohl ins Schwarze getroffen:
Am 12. März erschien der Kriminalroman „Stiller und die Tote im Bus“ des Aschaffenburger Autors Peter Freudenberger in einer Startauflage von 4.000 Exemplaren. Bei der Premierenlesung am vergangenen Mittwochabend in der Buchhandlung Diekmann in Aschaffenburg (s. Foto) aber konnte Solscher schon bekannt geben, dass die erste Auflage nahezu abverkauft und der Nachdruck bereits in Auftrag gegeben ist – in weniger als einem Monat.
Ein schönes Debüt für den Autor und Journalisten Peter Freudenberger (Main-Echo), der in der Main-Region – auch durch seine jahrzehntelange Tätigkeit als Lokaljournalist – fest verwurzelt ist.
Die Handlung seines Romans greift übrigens auf einen wahren Mordfall zurück, der vor über 20 Jahren geschah und bei dem eine 79jährige Frau von ihrem Schwiegersohn mit Schlangengift ermordet wurde. Den Vorfall hatte Freudenberger im Archiv recherchiert und für sein Buch als Vorlage benutzt, allerdings alle Charaktere und Personen verändert. Solscher: „Entstanden ist ein amüsant-witziger Krimi, der mit seinem heiteren Tonfall beim regionalen Lesepublikum ankommt. Ein Grund sind die treffsicheren Charakterisierungen in dem Buch, die den jahrzehntelangen Beobachter erkennen lassen. Freudenberger schafft es, seine Sympathien zum Ausdruck zu bringen, aber darauf zu verzichten, sich mit übertriebenem Lokalpatriotismus beim Aschaffenburger Leser anzubiedern.“
Die Stimmung während der Lesung bei Diekmann war entsprechend locker und heiter. Der Autor, Familienvater und Hobby-Zauberer Freudenberger wusste sein Publikum – mit rund 80 Gästen vollbesetzt – glänzend zu unterhalten und erntete viele Lacherfolge.







