Der diesjährige Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis geht an Michael Walter für seine Übertragungen aus dem Englischen, insbesondere des erstmals vollständig auf deutsch erschienenen Werkes Sylvie and Bruno (dtv) des britischen Autors Lewis Carroll.
Kühn und virtuos fand er mit beeindruckender Phantasie deutsche Entsprechungen für die sprachlichen Saltos des Schöpfers von „Alice im Wunderland“ und setzte damit seine lange Liste hervorragender Übersetzungen von Autoren wie George Orwell, John Irving, Virginia Woolf, Lawrence Sterne, Eugene O’Neill und Harold Pinter auf beeindruckende Weise fort, meint die Jury.
Verliehen wird der Preis am 14. Juni in Wolfenbüttel, im Rahmen der alljährlichen Tagung des Verbands deutschsprachiger Übersetzer (VdÜ).
Der mit 12.000 Euro dotierte Helmut-M.-Braem-Preis wird seit 1978 jedes zweite Jahr
ausgeschrieben; die Preissumme stellen jeweils zur Hälfte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Freundeskreis zur internationalen Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen zur Verfügung.