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Viktor Jerofejew heute zu Gast in Frankfurt am Main

Viktor Jerofejew (l.) und Holger Ehling

Zur Sonntags-Matinee hatte das Museum für Angewandte Kunst Frankfurt heute eingeladen: Holger Ehling, der zusammen mit Katarina Narbutovic das Literaturbegleitprogramm zur Ausstellung „Fragile“ erarbeitete, konnte den Schriftsteller Viktor Jerofejew begrüßen.

Jerofejew, einer der wichtigsten russischen Gegenwartsschriftsteller, wurde vor allem mit „Metropol“, einer Anthologie von 23 verbotenen russsischen Schriftstellern, die erstmals 1979 im Ausland erschien, bekannt. „Das war mein 68“, sagt der Schriftsteller heute. Mit „Metropol“, einer literarischen Revolution, knüpfte er eine Verbindung zwischen Dissidenten und liberalen russischen Autoren, die schwerwiegende Folgen auch für ihn selbst hatte: Viktor Jerofejew konnt nichts in Russland publizieren, die Karriere seines im diplomatischen Dienst arbeitenden Vaters war damit zu Ende.

In Deutschland erschienen von Jerofejew zwölf Bücher, darunter „Die Moskauer Schönheit“ bei S. Fischer, „Der gute Stalin“ und „De profundis“ im Berlin-Verlag. Im Gespräch mit Holger Ehling unterstrich der Schriftsteller die herausragende Fähigkeit von Beate Rausch, in der deutschen Übersetzung die russische Intonation zu treffen.

Nach dem interessanten Gespräch las Jochen Nix zwei Geschichten aus „De profundis“.

Die Ausstellung „Fragile – Die Tafel der Zaren und das Porzellan der Revolutionäre“ zeigt in der herausragendsten Porzellansammlung Russlands die Tafelkultur vom 18. bis zum 20. Jahrhundert und ist noch bis zum 31. August im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt und im Schloss in Bad Homburg zusehen.

JF

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