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Karen Duves TAXI erreicht Platz 1 der SWR-Bestsellerliste / Die Liste

Das wird den Eichborn Verlag freuen, Karen Duves Roman „Taxi“ erreicht die Bestsellerlisten.

Auf der soeben veröffentlichten SWR-Liste hat der Titel den ersten Platz erreicht, wie die Frankfurter Rundschau meldet. Auf der Spiegel Bestsellerliste ist sie von Platz 27 auf Platz 22 gestiegen.

1. (-) 55 Punkte
Karen Duve, Taxi
Roman.
Eichborn. Berlin Verlag
Mittelschwere Lektüre

Taxifahren in den Zeiten von Tschernobyl und der deutschen Wiedervereinigung – aber in Alex Herwigs Taxi bleibt die Welt immer gleich: unangenehme Gäste, die in unbekannte Straßen wollen, frauenfeindliche Kollegen mit sexistischen Sprüchen, die darüber hinwegtäuschen sollen, dass sie selbst nichts auf die Reihe bekommen haben. Bis am Ende ein Schimpanse einsteigt.

2. (-) 49 Punkte
Wolfgang Hilbig: Werke
Band I: Gedichte.
S. Fischer Verlag
Schwierigere Lektüre

„Hilbigs erstmals gesammelte Gedichte … zeigen ihn als trunkenen Wiedergänger der nachtschwarzen deutschen Romantik. Noch tiefer ist er in seiner Todesnähe, noch tiefer in seiner Unstillbarkeit der Liebe, noch tiefer in der Unerfüllbarkeit seiner Sehnsucht.“ (Rainer Schmitz)

3. (-) 40. Punkte
Franz Dobler: Aufräumen
Roman.
Kunstmann Verlag
Leichtere Lektüre

Beat ist Barkeeper im „Heaven“, er schreibt gelegentlich Musikkritiken und versucht, einen Pornoproduzenten zu inspirieren. Er spürt die allgemeine Verunsicherung, die Abstiegsängste, die aufwallenden Aggressionen des Sitznachbarn in der Straßenbahn. Aber dann lernt er Monika kennen, die eine Kiste Schallplatten durch die Stadt trägt. Zeit zum Aufräumen.

4. – 5. (-) 36 Punkte
Katharina Faber: Fremde Signale
Ein Album. Roman.
Bilger Verlag

Drei Schutzengel erzählen von Katharina, die in den friedlichen 50er Jahren des letzten Jahrhunderts zu Welt kommt. Drei Engel, die selber Schutz gebraucht hätten, das wird immer klarer: Michail, sowjetischer Soldat, der im Kampf gegen die Deutschen fällt, Linette, die kurz vor der Französischen Revolution jung einer Hirnhautentzündung erliegt, und Boris, ein hochbegabter Außenseiter, der mit 13 Jahren an Krebs stirbt.

4. – 5. (4.) 36 Punkte
Friederike Mayröcker: Paloma
Suhrkamp Verlag
Mittelschwere Lektüre

99 Briefe aus den Jahren 2006 und 2007, Botschaften, die die Zeit überschreiten, Nachrichten, die den Tod überspannen: an den abwesenden verstorbenen Freund, an den anwesenden geistigen Gefährten.

6. – 7. (7.) 35 Punkte
Cormac Mac Carthy: Kein Land für alte Männer
Roman. Aus dem Englischen von Nikolaus Stingl.
Rowohlt Verlag
Mittelschwere Lektüre

Die Verfilmung war der Abräumer bei der letzten Oscar-Preisverleihung. Bill Moss findet in der texanischen Wüste, was von einem geplatzten Drogendeal übrig geblieben ist: jede Menge Leichen, Heroin und über 2 Millionen Dollar. Er sieht seine Chance auf ein besseres Leben gekommen. Aber auf seine Fährte heftet sich ein psychopathischer Killer, der erst ruht, wenn sein Wild tot ist. Eine düstere und gnadenlose Jagd beginnt.

6. – 7. (-) 35 Punkte
Peter Stamm: Wir fliegen
Erzählungen.
S. Fischer Verlag
Leichtere Lektüre

„Der Ausruf `Wir fliegen´ steht in einem großen, sarkastischen Gegensatz zur Lebensrealität. Er verweist auf das Grundmodell in Peter Stamms Geschichten: dem Gleichmaß, der Desillusionierung steht eine Sehnsucht gegenüber, die nicht recht zu fassen ist und etwas Verstörendes hat. Stamm verwendet meist eine sehr einfache, schlichte Sprache. Das kann eine starke Wirkung entfalten.“ (Helmut Böttiger)

8. (-) 30 Punkte
Sherko Fatah: Das dunkle Schiff
Roman.
Jung und Jung Verlag,
Leichtere Lektüre

Ein Junge aus den Bergen Nordiraks: Sein Vater wird von Saddams Geheimdienstlern getötet – so nebenbei. Nach dem Einmarsch der Amerikaner entführen ihn Gotteskrieger. Er wird einer von ihnen. Dann flieht er nach Deutschland, nach Berlin. Um dazu zu gehören, schließt er sich radikalen Islamisten an. Ein traumatisches Leben, eingerahmt vom Tod.

9. – 10. (-) 25 Punkte
Willa Carther: Meine Antonia
Roman. Aus dem Amerikanischen von Stefanie Kremer.
Knaus Verlag
Leichtere Lektüre

„Wer ‚Meine Antonia’ einmal gelesen hat, vergisst es nicht mehr. Ihre Heldin gehört jenem Kosmos an, in dem Oblomow und die Buddenbrooks, Emma Bovary und Anna Karenina, Lady Chatterley und Tom Saywer miteinander verkehren; sie alle lebendig genug, um ihre Schöpfer zu überleben.“ (Elke Schmitter)

9. – 10. (-) 25 Punkte
Hiromi Kawakami: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß
Eine Liebesgeschichte
Carl Hanser Verlag
Mittelschwere Lektüre

Sie ist Ende dreißig und immer noch auf der Suche – ohne wirklichen Antrieb. Er ist in den 60ern, verwitwet und nicht ganz sicher, ob er sein Leben nicht schon gelebt hat. Und: Er ist ihr ehemaliger Japanischlehrer. Sie treffen sich zufällig. Immer wieder. Eine Liebesgeschichte beginnt, eine Annäherung – mit den Mitteln der Distanz.

Persönliche Empfehlung im Juni von Jochen Hieber (Frankfurt): von
Thomas Hürlimann: Der Sprung in den Papierkorb
Geschichten, Gedanken und Notizen am Rand
Ammann Verlag

„Schon immer mochte ich bei wirklich bedeutenden Autoren den Band mit den „Kleinen Schriften“ ganz besonders. In diesen Seitenstücken kann man die Signatur, den Stil und damit den Rang eines Werks oft genauer und klarer erkennen als in den ach so berühmten Romanen, Gedichten oder Dramen. Thomas Hürlimann ist ein wirklich bedeutender Autor. Seine Signaturen und sein Stil sind so uneitel wie unwiderstehlich, seine Lebensklugheit ist so zurückhaltend wie enorm. In den kleinen Schriften aus der jüngsten Zeit verbirgt sich deshalb ein gar nicht so kleines Meisterwerk.“ (Jochen Hieber)

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